Pro Jahr

Studie: Klimawandel kostet Österreich Milliarden

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Der Klimawandel kommt Österreich teuer zu stehen. Hochwasser, Hagel, Hitze und andere Extremwetterereignisse verursachen Schäden in Milliardenhöhe.
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Wie teuer die Folgen tatsächlich sind, zeigen erste Zwischenergebnisse der aktuellen COIN-2.0-Studie unter Leitung der Universität Graz, über die der ORF berichtet.

Demnach verursachten klima- und wetterbedingte Ereignisse zwischen 2017 und 2024 Schäden und Folgekosten von jährlich 1,9 bis 6,1 Milliarden Euro. Im Durchschnitt beliefen sich die direkten Schäden an Gebäuden, Infrastruktur sowie in der Land- und Forstwirtschaft auf rund eine Milliarde Euro pro Jahr. Werden auch die statistisch bewerteten Verluste durch Todesfälle infolge von Hitze und Naturgefahren berücksichtigt, ergeben sich durchschnittliche Gesamtkosten von 3,7 Milliarden Euro jährlich.

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Besonders schwere Unwetterjahre schlagen sich deutlich in der Bilanz nieder. 2021 verursachten heftige Hagelereignisse große Schäden in Ober- und Niederösterreich. 2024 richtete das verheerende September-Hochwasser vor allem in Niederösterreich massive Verwüstungen an. Auch die Landwirtschaft wurde zuletzt schwer getroffen: Die Hagelversicherung bezifferte die Schäden des laufenden Jahres bereits im Sommer mit rund einer Milliarde Euro.

Tatsächliche Kosten dürften noch höher liegen

Die Studienautoren warnen, dass die bisher ermittelten Summen die tatsächlichen Belastungen unterschätzen. So werden bei Versicherungen und beim Katastrophenfonds teilweise Auszahlungen statt der gesamten Schadenshöhe erfasst. Auch zusätzliche Kosten für die Instandhaltung von Straßen und Bahnstrecken sowie der Personalaufwand freiwilliger Feuerwehren sind noch nicht vollständig berücksichtigt.

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Ebenso fehlen indirekte wirtschaftliche Folgen, etwa Verluste im Wintertourismus durch Schneemangel oder Produktivitätseinbußen bei extremer Hitze.

Extremwetter wird zur wachsenden Belastung

Trotz jährlicher Schwankungen zeichnet sich laut Studie ein klarer Trend ab: Die Schäden nehmen zu. Studienleiterin Birgit Bednar-Friedl von der Universität Graz verweist laut ORF darauf, dass auch europaweit besonders schadensreiche Jahre zuletzt häufiger geworden sind. Es scheine zunehmend zum "neuen Normal" zu gehören, dass Extremwetterereignisse gehäuft auftreten.

Zwar wurden in Österreich Maßnahmen wie der Hochwasserschutz und die Wildbach- und Lawinenverbauung ausgebaut. Gleichzeitig steigen die klimabedingten Risiken durch Hitze, Trockenheit und Starkregen schneller als früher erwartet. Umso wichtiger sei es, bestehende Anpassungsmaßnahmen weiter auszubauen und flächendeckend umzusetzen.