1:0-Heimsieg

Sturm besiegt Altach dank Jatta-Kopfball

© APA/ERWIN SCHERIAU
Sturm Graz hat das Fußball-Bundesliga-Heimspiel gegen den SCR Altach am Samstagabend mit 1:0 für sich entschieden.
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Das Team von Trainer Fabio Ingolitsch hatte dabei gegen stark auftretende Vorarlberger lange zu kämpfen, bis Seedy Jatta mit seinem Treffer in der 78. Minute die Steirer erlöste. Sturm schob sich mit nun sieben Punkten aus drei Spielen zumindest vorübergehend auf Rang zwei, während die Mannschaft von SCR-Coach Ognjen Zaric bei drei Zählern bleibt.

Der Transfermarkt und seine Folgen

Für beide Teams hatte der sich drehende Transfermarkt unmittelbare Auswirkungen auf die Aufstellungen: Jeyland Mitchell fehlte im Aufgebot des Vizemeisters, der Abwehrspieler steht unmittelbar vor einem Wechsel. Sturms Sportchef Michael Parensen meinte gegenüber Sky diesbezüglich nur, Mitchell stehe nicht im Kader, weil dessen Konzentration nicht zu 100 Prozent beim Altach-Spiel gewesen sei. Die Innenverteidigung besetzten daher Petar Petrovic und Albert Vallci. Im Angriff bekam Nelson Weiper den Vorzug anstelle von Jatta.

Bei den Altachern hatte sich Offensivspieler Yann Massombo geweigert, die Reise nach Graz anzutreten. Er soll pikanterweise vor einem Transfer zu Sturm stehen. Sportdirektor Philipp Netzer zeigte sich am Samstag davon enttäuscht: "Das ist kurios und absolut nicht in Ordnung." Es habe einen Tag vor dem Spiel Anrufe an Massombo gegeben, die den Spieler beeinflusst hätten, sodass er in der Folge nicht in den Bus eingestiegen sei, erzählte Netzer.

Altach vor Seitenwechsel dominant

Die erste Hälfte gehörte den Gästen aus dem Rheindörfl, die offensiv dominierten und zu zahlreichen Chancen kamen. Patrick Greil hatte die erste Möglichkeit, im Fallen scheiterte er aber an Sturm-Goalie Daniil Chudjakow (9.). Ousmane Diawara wiederum schoss freistehend am Tor vorbei (17.). Danach rettete Chudjakow mit starken Paraden gegen Vesel Demaku (22.), Srdjan Hrstic (Kopfball/25.) und Mike Bähre (27.). Die größte Chance ließ erneut Greil liegen, der nach Diawara-Vorlage aus kürzester Distanz allein vor dem Tor über den Kasten schoss (33.). Erst nach einer halben Stunde kamen die Grazer in die Partie: Jacob Hödl köpfelte am Tor vorbei (31.), Weiper zielte nach Hereingabe von Jürgen Heil zu hoch (42.).

Nach der Pause präsentierten sich die Gastgeber deutlich aktiver, ohne wirklich Gefahr auszustrahlen. Ingolitsch krempelte daher nach einer guten Stunde den Angriff um und brachte Jatta sowie Szymon Wlodarczyk für Axel Kayombo und Weiper. Zaric probierte es vorne nun mit Marko Raguz statt Hrstic (57.). Sturm wurde nun bei Standardsituationen vor dem Altacher Gehäuse vorstellig. Einen Corner versenkte Jatta per Kopf im Tor (69.), doch nach Ansicht der Videobilder nahm Schiedsrichter Florian Jäger den Treffer zurück. Luca Weinhandl hatte SCR-Keeper Dejan Stojanovic gefoult.

Jatta erlöst Sturm

Die Steirer blieben am Drücker und wurden belohnt. In einer Duplizität der Ereignisse veredelte Jatta einen Eckball von Simon Seidl per Kopf. Nur kurz darauf hatte der Norweger die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber an Stojanovic (81.). Altach konnte allerdings am Ende nicht mehr zulegen. Für die Grazer sind nun die englischen Wochen vorerst vorbei, nächsten Samstag kommt der zweite Vorarlberger Bundesligist, die Lustenauer Austria, in die steirische Landeshauptstadt. Für die Altacher gehen derweil die steirischen Wochen weiter, ebenfalls am Samstag wartet ein Heimspiel gegen den TSV Hartberg.