Düstere Prognose
"Super, super übel": Meteorologen schlagen Alarm
Nach den Hitzewellen, Waldbränden und Dürren des extremen Sommers 2026 haben die bekannten deutschen TV-Meteorologen Sven Plöger (ARD) und Özden Terli (ZDF) auf dem Extremwetterkongress in Hamburg eine düstere Bilanz gezogen.
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Plöger: 1:3 im Match "Klimavernunft" gegen "Realitätsverweigerung"
ARD-Experte Sven Plöger spricht angesichts seit 30 Jahren steigender statt sinkender Treibhausgas-Emissionen von einem ständigen Déjà-vu auf solchen Kongressen. Die gesellschaftliche Debatte vergleicht er mit einem Fußballspiel: Im Match zwischen "Klimavernunft" und "Realitätsverweigerung" stehe es zwar gefühlt 1:3, doch man müsse weiterspielen, um das Blatt noch zu wenden.
Laut der "Süddeutschen Zeitung" sieht der 59-Jährige insbesondere in einem "nicht ausreichenden Bildungsstand" das größte "Einfallstor" für Klimaleugner. Zudem warnt Plöger vor den immensen wirtschaftlichen Kosten: Die Klimaanpassung könne schlicht unbezahlbar werden – etwa dann, wenn Niedrigwasser in den Flüssen den Gütertransport lahmlegt.
Terli mit düsterer Prognose: "Super, super übel"
ZDF-Meteorologe Özden Terli wählt noch drastischere Worte. Er spricht bewusst von "globaler Erhitzung" statt von Klimawandel und sieht einen historischen Einschnitt für die Menschheit, dessen Wucht oft nicht klar genug kommuniziert werde. Seine Prognose für 2080 fällt entsprechend düster aus: Das Leben werde nicht auf dem heutigen Niveau bleiben, sondern "super, super übel" werden.
Wie rasant die Entwicklung voranschreitet, veranschaulichte Terli kürzlich im TV anhand eines Fotos des Glaziologen Matthias Huss: Am Aletschgletscher im Schweizer Kanton Wallis schmolzen in nur drei Monaten sechs Meter Eis. Auch in der Bevölkerung wachse das Bewusstsein für solche Extreme, viele empfanden den Sommer 2026 im Gespräch als "total krass".
Trotz dieser dramatischen Aussichten lautet das gemeinsame Fazit der beiden Experten: Resignation ist keine Lösung. Auch wenn die Lage ernst sei, dürfe man sich nicht ergeben, sondern müsse weiterkämpfen.