Haft droht
Supermarkt-Kassier verschenkte Rabatte
Er wollte offenbar bei den Kunden gut ankommen – und soll seinem Arbeitgeber damit einen Schaden von fast 26.000 Euro verursacht haben: Ein 23-jähriger Kassier einer Supermarkt-Filiale in Linz-Urfahr muss sich am Mittwoch wegen Untreue vor dem Landesgericht Linz verantworten.
Wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichteten, soll der bisher unbescholtene Mann zwischen Anfang 2025 und Ende November 2025 immer wieder eigenmächtig Preisnachlässe vergeben haben. Laut Anklage soll er Kunden Rabatte von bis zu 50 Prozent gewährt haben – obwohl er dazu nicht berechtigt gewesen sei.
Rabatte bis zu 50 Prozent
Insgesamt soll dadurch ein Schaden von exakt 25.696 Euro entstanden sein. Aufgeflogen ist das ungewöhnliche Rabattverhalten bei einer internen Kontrolle des Vertriebsmanagements. Dabei soll ein auffällig hoher Wert bei der Position "Preisnachlässe" ins Auge gestochen sein. Eine Vertriebsmanagerin, die den Fall aufgedeckt haben soll, ist als Zeugin geladen.
"Aus Reflex" gehandelt
Besonders ungewöhnlich ist die Erklärung, die der 23-Jährige laut Staatsanwaltschaft gegenüber seinem Arbeitgeber abgegeben haben soll. Er habe die Preisnachlässe "aus Reflex" vergeben und bei den Kundinnen und Kunden gut ankommen wollen.
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Als weiteren Grund soll er Depressionen genannt haben. Bei seiner offiziellen Beschuldigteneinvernahme machte der 23-Jährige allerdings von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Ein Geständnis gegenüber den Ermittlungsbehörden liegt daher bislang nicht vor.
Fast 26.000 Euro Schaden
Ob der Mann selbst von den Rabatten finanziell profitiert haben soll, ist derzeit nicht bekannt. Ebenso offen ist, ob er noch bei der Supermarktkette beschäftigt ist und ob das Unternehmen Schadenersatz verlangt.
Dem 23-Jährigen drohen im Fall einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft. Der Prozess findet am Mittwochnachmittag am Landesgericht Linz statt. Es gilt die Unschuldsvermutung.