Strafe soll kommen

Taubenfüttern soll in Linz bald 218 Euro kosten

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Linz will das Füttern von Straßentauben im gesamten Stadtgebiet verbieten. Die Grünen fordern Ausnahmen und betreute Taubenschläge.
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Linz. Das Füttern von Straßentauben soll in Linz künftig im gesamten Stadtgebiet verboten werden. Der Gemeinderat entscheidet über eine entsprechende Verordnung, die vom Sicherheitsausschuss bereits mehrheitlich beschlossen wurde. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 218 Euro.

Das Verbot soll für alle öffentlich zugänglichen Flächen im Freien gelten. Dazu zählen Straßen, Plätze, Parks, Innenhöfe, Vorplätze und Parkplätze. Auch das gezielte Auslegen, Ausstreuen oder Bereitstellen von Futter soll untersagt werden.

Stadt will Verschmutzungen reduzieren

Die Stadt begründet die geplante Regelung mit wiederkehrenden Fütterungen, durch die sich größere Taubengruppen bilden würden. Beschwerden gebe es vor allem wegen Taubenkots und zurückgelassener Futterreste. Sicherheits- und Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) sieht im Verbot eine klare Grundlage für entsprechende Kontrollen. Ziel sei es, Verschmutzungen und hygienische Belastungen im öffentlichen Raum zu reduzieren.

Grüne fordern betreute Taubenschläge

Kritik kommt von den Grünen. Sie befürchten, dass sich die Tiere bei einem generellen Fütterungsverbot verstärkt von Abfällen ernähren könnten. Die Partei fordert deshalb Ausnahmen für Personen, die nachweislich im Taubenschutz tätig sind. An bestimmten Futterstellen sollen diese die Tiere weiterhin versorgen dürfen.

Zusätzlich sprechen sich die Grünen für betreute Taubenschläge aus, wie sie unter anderem bereits an der Johannes Kepler Universität Linz eingesetzt werden. Über die endgültige Einführung des Fütterungsverbots entscheidet der Linzer Gemeinderat.