Seltenes Spektakel

"Theiss-Blüte": Millionen Insekten tanzen in den Tod

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Eines der seltensten Naturspektakel Europas hat begonnen: Bei der "Theiss-Blüte" in Serbien schlüpfen Millionen riesige Eintagsfliegen gleichzeitig, um zu tanzen, sich zu paaren und kurz darauf zu sterben.
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Das faszinierende Schauspiel spielt sich rund um die serbische Kleinstadt Kanjiza ab. Die sogenannten Theiss-Eintagsfliegen verwandeln die Oberfläche des Flusses nahezu gleichzeitig in ein schimmerndes Insektenmeer, sodass das Gewässer danach aussieht, als sei es mit weißen Blütenblättern bedeckt.

Mit einer Länge von bis zu 12 Zentimetern und einer Flügelspannweite von rund sieben Zentimetern ist diese Art das größte Ur-Insekt seiner Gattung in Europa.

Ein extrem kurzes Leben

Die Lebensgeschichte dieser Tiere zählt zu den dramatischsten in der Natur. Die Larven verbringen bis zu drei Jahre im Schlamm am Flussgrund im Dunkeln. Wenn sie schließlich an die Oberfläche gelangen, leben sie nur wenige Stunden im Licht.

In dieser kurzen Zeit schwärmen sie aus, paaren sich, legen ihre Eier ab und sterben noch am selben Abend. Das Phänomen findet meist Mitte Juni statt, sobald die Wassertemperatur 21 Grad Celsius übersteigt, wobei der intensivste Schwarm in der Regel drei bis fünf Tage dauert.

Rettung einer weltweiten Rarität

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Einst war das Insekt in ganz Europa verbreitet, heute überlebt die Art aufgrund von Umweltverschmutzung fast nur noch in den Flussbecken der Theiss sowie des Jangtse in China. Experten berichten jedoch, dass das Naturschauspiel in den letzten Jahren wieder intensiver geworden ist. Grund dafür ist der Bau zahlreicher Kläranlagen im Oberlauf des Flusses auf ungarischem Gebiet.

Wer für spektakuläre Lichter und Phänomene nicht reisen möchte, findet auch in der nahen Schweiz Alternativen wie das Martinsloch in Elm, das am Dienstag, 29. September, und Mittwoch, 30. September 2026, wieder von der Sonne durchleuchtet wird.