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Tie-Break-Krimi in Wien! Alcaraz kämpft sich zum Auftaktsieg
Schon beim Betreten des Courts war klar, wie groß die Vorfreude auf den Auftritt des Spaniers war. Seit seinem letzten Gastspiel in Wien hat Alcaraz seine Trophäensammlung unter anderem um sieben Grand-Slam-Titel erweitert. Die Erwartungen waren entsprechend hoch. Doch Khachanov hatte wenig Lust, dem Publikumsliebling einen gemütlichen Abend zu bescheren.
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Der Russe, der alle sechs bisherigen Duelle gegen Alcaraz verloren hatte, startete mutig und setzte den Favoriten früh unter Druck. Nach einem Doppelfehler des Spaniers zu Beginn entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Beim Stand von 2:2 gelang Khachanov schließlich das erste Break und damit die 3:2-Führung. Ein frühes Ausrufezeichen – und ein Warnsignal für Alcaraz.
Die Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Obwohl Khachanov im folgenden Aufschlagspiel bereits mit 40:0 vorne lag, kämpfte sich Alcaraz zurück und holte sich das Break. Der Russe musste den Rückschlag erst einmal verdauen, während der Spanier zunehmend seinen Rhythmus fand. Nach 51 Minuten machte Alcaraz den ersten Satz mit einem weiteren Break schließlich mit 6:4 zu.
Matchbälle vergeben – und plötzlich wird es eng!
Im zweiten Satz blieb das Duell zunächst ausgeglichen. Beide Spieler hielten ihren Aufschlag, ehe Alcaraz im zehnten Spiel mit einem gefühlvollen Stopp die große Chance auf den Sieg eröffnete. Zwei Matchbälle standen dem Spanier zur Verfügung – die Entscheidung schien zum Greifen nah.
Doch Khachanov stemmte sich mit aller Kraft gegen das Aus. Er wehrte nicht nur die beiden Chancen ab, sondern überstand insgesamt drei Matchbälle und setzte anschließend selbst den nächsten Nadelstich: Mit einem Break brachte er Alcaraz in Bedrängnis. Aus dem vermeintlich sicheren Sieg wurde plötzlich ein echter Nervenkrimi.
Break-Drama, Tie-Break-Krimi – Alcaraz jubelt
Der Spanier musste reagieren – und tat es eindrucksvoll. Mit einem Break zu null schlug Alcaraz zurück und erzwang den Tie-Break. Dort blieb die Spannung hoch: Beim Seitenwechsel stand es 3:3, ehe sich Alcaraz zunächst einen Vorteil erarbeitete. Doch Khachanov gab nicht auf und ging mit einem Mini-Break bei 5:4 sogar kurzzeitig in Führung.
Gerade als der Satz endgültig kippen konnte, zeigte Alcaraz seine Klasse. Die letzten drei Punkte gingen an den Spanier, der damit den Tie-Break und den Auftaktsieg perfekt machte. Die Erleichterung dürfte groß gewesen sein – schließlich hatte er den Sieg zwischenzeitlich schon fast in der Tasche gehabt.
Jetzt könnte ein Österreicher warten
Nach diesem nervenaufreibenden Auftakt richtet sich der Blick bereits auf die nächste Runde. Dort könnte Alcaraz auf einen Lokalmatador treffen: Sollte Jurij Rodionov am Mittwoch sein Match gegen Nikoloz Basilashvili gewinnen, wartet auf den Österreicher das Duell mit dem Weltranglisten-Star.
Basilashvili reist seinerseits mit wenig Erholung nach Wien. Erst am Sonntag stand er im Finale von Almaty, das er in drei Sätzen gegen Daniil Medvedev verlor. Der Russe ist ebenfalls in Wien gefordert und trifft am Mittwoch im ersten Match auf dem Center Court auf den Spanier Daniel Merida.