Mehr Praxis

Tierarzt-Ausbildung wird in Oberösterreich gestärkt

© Vetmeduni/Bernkopf/KK
Die Veterinärmedizinische Universität Wien kommt mit zwei Außenstellen nach Oberösterreich. Standorte werden die HBLA Elmberg und die HLBLA St. Florian.
Zur Vollversion des Artikels

OÖ. Die Veterinärmedizinische Universität Wien erweitert ihre Ausbildungsmöglichkeiten nach Oberösterreich. Die HBLA Elmberg und die HLBLA St. Florian werden künftig als Außenstandorte der Vetmeduni fungieren. Damit soll die veterinärmedizinische Ausbildung stärker mit der landwirtschaftlichen Praxis verbunden und gleichzeitig die tierärztliche Versorgung im ländlichen Raum gestärkt werden.

An den beiden neuen Standorten sollen Studenten ihr theoretisches Wissen direkt in der Praxis anwenden können. Klinische Fragestellungen können unmittelbar am Tier bearbeitet werden. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Möglichkeiten für angewandte Forschung sowie für Fort- und Weiterbildungen.

Schwerpunkt liegt auf Nutztiermedizin

Vetmeduni-Rektor Matthias Gauly sieht in den beiden Außenstellen eine Erweiterung der modernen veterinärmedizinischen Ausbildung. Besonders die Qualität und Praxisorientierung der Lehre in der Nutztiermedizin soll dadurch weiter verbessert werden. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) betont ebenfalls die engere Verbindung zwischen Wissenschaft und landwirtschaftlicher Praxis. Ein wesentliches Ziel sei es, künftig mehr Tierärzte dort auszubilden, wo sie auch tatsächlich benötigt werden.

Versorgung im ländlichen Raum stärken

Besondere Bedeutung haben die neuen Standorte für die Versorgung landwirtschaftlicher Betriebe. Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) verweist auf die Notwendigkeit einer flächendeckenden tierärztlichen Betreuung. Dies betreffe insbesondere Wiederkäuer, Schweine und Geflügel. Die Außenstellen sollen daher einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Nutztiermedizin im ländlichen Raum leisten.

Auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) sieht in der Entscheidung einen wichtigen Schritt. Durch die Verbindung von veterinärmedizinischer Ausbildung und landwirtschaftlicher Praxis sollen sowohl die Landwirtschaft als auch die tierärztliche Versorgung gestärkt werden.