Schreckliches Ende

Tote Österreicherin wollte nur Kurzurlaub in Krakau machen

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Eine Reise nach Polen sollte ein paar schöne Tage bringen – doch für eine Niederösterreicherin endete der Kurzurlaub tödlich. Die 51-Jährige wurde beim Anschlag auf dem Marktplatz von Krakau erschossen. Ihr Ehemann überlebte verletzt.
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Die Frau stammte aus dem Bezirk Gänserndorf und dürfte gemeinsam mit ihrem Mann für einen Kurzurlaub nach Krakau gereist sein. Das bestätigte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Sonntag gegenüber der APA. Ihr Ehemann wurde bei dem Angriff ebenfalls verletzt. Wie schwer seine Verletzungen sind, war am Sonntagabend noch nicht bekannt.

Sechs Menschen auf Marktplatz getötet

Am Samstag hatte ein 24-jähriger Mann aus einem Auto heraus wahllos auf Passanten am Marktplatz der polnischen Stadt geschossen. Sechs Menschen kamen dabei ums Leben. Die Opfer waren zwischen 32 und 61 Jahre alt. Neben vier polnischen Staatsbürgern starben auch eine Person aus Großbritannien und die Niederösterreicherin.

Fünf weitere Menschen aus Deutschland, Großbritannien, Portugal, Österreich und Russland wurden verletzt. Auch mehrere Droschkenkutscher erlitten schwere Verletzungen. Zwei von ihnen kämpften laut Angaben des Vereins Krakauer Kutscher um ihr Leben.

Auch Familie des Schützen tot aufgefunden

Im Wohnhaus der Familie des mutmaßlichen Täters in Ostrowiec Swietokrzyski wurden drei weitere Tote gefunden – sein Vater, seine Mutter und seine Schwester. © EPA

Die Ermittlungen nahmen inzwischen eine weitere dramatische Wendung: Im Wohnhaus der Familie des mutmaßlichen Täters in Ostrowiec Swietokrzyski wurden drei weitere Tote gefunden – sein Vater, seine Mutter und seine Schwester. Alle drei wiesen Schussverletzungen auf. Laut Staatsanwaltschaft deuten die bisherigen Beweise darauf hin, dass dieselbe Person für diese Taten verantwortlich sein könnte.

Der 24-Jährige wurde nach dem Anschlag angeschossen und festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Tötung von sechs Menschen sowie des versuchten Mordes an zahlreichen weiteren Personen, darunter auch Polizisten. Sie stufte die Schüsse auf dem Marktplatz als terroristische Straftat ein.

Elf Schusswaffen sichergestellt

Zum Motiv gibt es noch keine abschließende Klarheit. Polens Innenminister Marcin Kierwinski erklärte, der Verdächtige sei von rechtsextremistischen Ideologien fasziniert gewesen. Das müsse allerdings noch genauer überprüft werden.

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Insgesamt stellten die Ermittler elf Schusswaffen sicher. Sieben davon sowie eine größere Menge Munition wurden im Haus der Familie gefunden. In Polen wurde eine zweitägige Staatstrauer ausgerufen.

Betroffenheit in Österreich

Der Tod der Niederösterreicherin löste auch in Österreich große Betroffenheit aus. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS), Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sprachen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Das Außenministerium stehe mit den polnischen Behörden in Kontakt und unterstütze die Familie.