0:2 gegen Sturm

Trotz "Augenhöhe": "Nächste Watschn" für Austria

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Vom vermeintlichen "Schwalbenkönig" zum Matchwinner hat Oumar Diakite nur wenige Minuten gebraucht. Der 22-Jährige führte Sturm mit seinem Doppelpack gegen die Austria zum für die Grazer so wichtigen Dreier in der Bundesliga.
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Fabio Ingolitsch lobte seine ersatzgeschwächte Elf nach dem 2:0 in Wien über den Klee, Sturms Coach notierte mit Blick auf das fordernde Programm einen "sehr wichtigen" Erfolg. Mit Diakite scheint Sturm den gesuchten Goalgetter gefunden zu haben.

Der ivorische Teamstürmer benötigte bisher nur 136 Liga-Minuten, um gleich dreimal anzuschreiben. Nach seinem Startelfdebüt bei der Austria war nach etwas mehr als einer Stunde Schluss. "Er hat sich gesteigert in den letzten Wochen. Aber man hat gesehen, dass der Tank schon sehr leer war", meinte Ingolitsch über seinen mit Trainingsrückstand eingetroffenen Schützling.

Dass er von Referee Walter Altmann zunächst mit Gelb verwarnt wurde, ehe die Szene per VAR auf Elfmeter für Sturm umgewandelt wurde, sah er locker. "Ich habe dem Schiedsrichter gleich gesagt, er soll es sich auf dem Schirm anschauen."

Stephan Helm: "Trend in richtige Richtung"

Feierten die Gäste mit ihren Fans nach Schlusspfiff, gab es auf der anderen Seite hängende Köpfe. Die fünfte Niederlage im achten Saisonspiel nagt an der violetten Seele. Stephan Helm bemühte sich in Durchhalteparolen.

"Was die Leistungen betrifft, bewegt sich der Trend in die richtige Richtung. Aber die Ergebnisse fehlen", sagte der Austria-Trainer. Er deutete den Beifall der Fankurve nach Schlusspfiff als Beweis dafür, dass die Mühen seiner glücklosen Elf vom Anhang goutiert wurden. Sturm sei man "auf Augenhöhe" entgegengetreten.

Fischer: "Irgendwann erholst du dich nicht mehr"

Die Tabelle besagt, dass die Austria mit sieben Punkten bei nur sieben geschossenen Toren an einem zweistelligen Tabellenplatz liegt. Glücklich war der Spielverlauf für die Favoritner nicht. Dem ersten Gegentor Sekunden vor dem Pausenpfiff folgte der VAR-Elfer.

"Das war die nächste Watschn. Irgendwann erholst du dich dann nicht mehr", sagte Kapitän Manfred Fischer. Erst im Finish konnten die Violetten mit Kelvin Boateng als echter zweiter Spitze neben dem in der Liga weiter torlosen Johannes Eggestein Druck aufbauen. Fischer fand dies "erfrischend, weil wir vorne einen Spieler mehr gehabt haben. Das hat unserem Spiel gut getan".

Keine Trainer-Diskussion in Wien

Helm sah die Formation nicht als entscheidenden Faktor. Er monierte neben vergebenen Chancen auch zu einfache Gegentore. Es gelte nun "jeden Tag beinhart zu arbeiten". Ausreden sollen nicht gesucht werden. Dass der seit Sommer 2024 als Austria-Chefcoach arbeitende 43-Jährige vereinsintern hinterfragt wird, liegt auf der Hand.

Sport-Vorstand Tomas Zorn will von einer Trainerdiskussion aber nichts wissen. "Es fordert uns nicht auf, wild und unüberlegt zu handeln. Es gibt einen klaren Plan, an den halten wir uns", sagte er auf Sky. Es gelte nun, "den Trainer und die Mannschaft zu stützen".