Streit mit Kanada
Trump benennt den Lake Ontario um
Nachdem in der Nacht zum Samstag neue US-Zölle auf kanadische Produkte in Kraft getreten waren, kündigte Kanadas Premierminister Mark Carney Vergeltungszölle an. US-Präsident Donald Trump reagierte patzig: "Kanada will die Vorteile eines (Bundes-)Staats haben, ohne einer zu sein". Trump hat bereits zuvor wiederholt gefordert, Kanada zum 51. US-Bundesstaat zu machen.
Trump greift nun auch zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Wie der US-Präsident in den sozialen Medien ankündigte, werde man den Lake Ontario in Lake America umbenennen. Der See befindet sich sowohl in den USA als auch in Kanada und ist nach der kanadischen Provinz benannt.
Trump hatte zuvor bereits den Golf von Mexiko in Golf von Amerika umbenannt, andere Staaten benutzen aber weiterhin den alten Namen.
Kanada will USA mit Gegenzöllen politisch unter Druck setzen
Kanada will mit seinen Vergeltungszöllen gezielt politischen Druck in den USA erzeugen. Betroffen sein könnten Bundesstaaten, in denen Republikaner bei den wichtigen Zwischenwahlen (Midterms) um ihre Wiederwahl kämpfen. "Wir konzentrieren uns auch auf Produkte, die einzelne Bundesstaaten in den USA treffen", sagte Kanadas Industrieministerin Mélanie Joly am Dienstag auf einer Pressekonferenz, "wir gehen also klug und strategisch vor, um politischen Druck auszuüben".
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Welche Bundesstaaten sie meinte, sagte Joly nicht. US-Medien zufolge könnte etwa Maine im Nordosten der USA an der Grenze zu Kanada von den neuen Zöllen auf Fisch und Meeresfrüchte betroffen sein. Die republikanische Senatorin Susan Collins, die im November bei den "Midterms" zur Wiederwahl antritt, hatte sich in der Vergangenheit wiederholt gegen umfassende Zölle auf kanadische Waren ausgesprochen und vor Vergeltungszöllen gewarnt. "Die Regierung muss die negativen Auswirkungen berücksichtigen, die Zölle auf Unternehmen, Gemeinden und Familien in Maine hätten", hatte sie am Samstag mitgeteilt.