Während WM-Auftakt der USA
Trump verkündet Tötung von gefürchteten Kartell-Chef
In der Nacht auf Samstag mitteleuropäischer Zeit verkündete US-Präsident Donald Trump ausgerechnet während das US-Nationalteam sein Auftaktspiel bei der Weltmeisterschaft gegen Paraguay bestritt auf seiner Plattform Truth Social, dass US-Streitkräfte (Southern Command) einen gezielten Militärschlag durchgeführt haben. Ziel der Operation war der 42-jährige Hector Rusthenford Guerrero Flores, alias "Niño Guerrero". Er galt als der berüchtigte Kopf der venezolanischen Gefängnis-Gang Tren de Aragua.
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"Auf meine Anweisung hin hat das United States Southern Command einen schnellen und tödlichen kinetischen Schlag geliefert, um Niño Guerrero erfolgreich hinzurichten", schrieb Trump, der kurzfristig sein Kommen zum WM-Auftakt in Los Angeles abgesagt hatte.
Zusammenarbeit mit Venezuela
Besonders bemerkenswert an diesem Einsatz: Laut Trump wurde diese weitreichende militärische Aktion "eng mit unseren Freunden in Venezuela koordiniert". Die US-Regierung hatte die Bande Tren de Aragua zuvor als ausländische Terrororganisation eingestuft. Auf Hinweise, die zur Ergreifung von Guerrero Flores führen, hatte das US-Außenministerium erst im Vorfeld eine Belohnung von bis zu fünf Millionen Dollar (rund 4,6 Millionen Euro) ausgesetzt.
Guerrero Flores und seinem brutalen Kartell wurden zahlreiche schwerwiegende Verbrechen zur Last gelegt. Im Dezember gaben US-Behörden bekannt, dass er vor einem Bundesgericht in New York unter anderem wegen organisierter Kriminalität, Drogenhandel, Erpressung und der Unterstützung von Terroristen angeklagt war. Die kriminellen Aktivitäten des Kartells erstreckten sich über Süd- und Nordamerika bis tief nach Europa hinein. Mit der Tötung von Guerrero verliert das organisierte Verbrechen einen seiner mächtigsten Akteure.
Im Jänner war Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in der Hauptstadt Caracas gefangen genommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. Seine ehemalige Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde zur Übergangspräsidentin ernannt. Trump hatte nach Maduros Sturz gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA.