"Deeskalation!"

Trump will jetzt den Iran-Krieg beenden

© APA/AFP/MANDEL NGAN
US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben aus Doha mit dem Emir von Katar über eine Beendigung des Iran-Kriegs beraten.
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Trump habe in einem Telefonat mit Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani über die diplomatische Initiative des Vermittlerlandes zur "Deeskalation der Spannungen in der Region" gesprochen, teilte das Büro des Emirs am Freitag mit. Al-Thani habe darauf gepocht, den Dialog fortzuführen und auf diplomatische Mittel zu setzen, um "weitere Eskalation zu verhindern".

Hintergrund ist ein Vorschlag des Irans zum Atomstreit, der über Katar an die US-Regierung übermittelt wurde. Ein hochrangiger iranischer Vertreter hatte Reuters gesagt, die Regierung in Washington prüfe den Vorschlag. Weitere Gespräche hingen jedoch davon ab, dass die USA zunächst sieben Forderungen des Irans erfüllten. Dazu zählten die Aufhebung von Sanktionen, der Zugang zu eingefrorenen Vermögenswerten und Kriegsreparationen. Die US-Regierung besteht allerdings darauf, dass bei ersten Gesprächen die Atomfragen im Vordergrund stehen müssten.

Ende des Iran-Kriegs weiterhin nicht in Sicht

Ein Ende des Iran-Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar begonnen hatten, zeichnet sich weiterhin nicht ab. Zwar führten die Kriegsparteien nach Angaben Teherans zuletzt wieder indirekte Verhandlungen über die Vermittlerstaaten Katar und Pakistan. Ergebnisse der Gespräche wurden aber nicht bekannt.

Während Israel sich seit Beginn des Iran-Kriegs zunehmend aus dem Konflikt zurückgezogen hat, bescherte der Konflikt den US-Republikanern aus Sicht von US-Vizepräsident JD Vance eine Niederlage bei den Kongresswahlen. "Der Grund, warum wir verloren haben, ist der Krieg", schrieb er auf der Onlineplattform X.

Auch Trump räumte nach der Wahlniederlage seiner Partei eine Belastung durch den Iran-Krieg ein. "Ich denke, zum Teil lag es am Iran", sagte er dem Sender Fox News am Mittwoch. Dennoch verteidigte der US-Präsident sein Vorgehen, den Iran militärisch angegriffen zu haben. "Ich habe das Richtige getan", sagte er dem "Wall Street Journal". "Ich würde es wieder tun."