Keine Gnade

Tuchel stinksauer: England-Star zwei Spiele gesperrt

© APA/AFP/CARL DE SOUZA
Großer Schock für Thomas Tuchel und das englische Nationalteam bei der Weltmeisterschaft: Abwehrspieler Jarell Quansah wurde von der Fifa nach seiner Roten Karte für zwei Spiele gesperrt.
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Englands Teamchef Thomas Tuchel muss im wichtigen WM-Viertelfinale umplanen. Das mit Spannung erwartete Duell gegen Norwegen findet am kommenden Samstag um 23:00 Uhr in Miami statt und wird live im TV übertragen. Durch die Entscheidung des Weltverbandes steht fest, dass der 23-jährige Verteidiger von Bayer Leverkusen nicht nur in diesem Kracher auf dem Platz fehlen wird, sondern auch in einem potenziellen Halbfinale der Weltmeisterschaft nur zuschauen darf.

Fifa bleibt völlig hart

Der englische Fußballverband FA hatte nach dem Vorfall angekündigt, bei der Fifa Einspruch einzulegen, um die automatische Sperre nach der Roten Karte auszusetzen. Ein Sprecher der englischen Nationalmannschaft erklärte dazu am vergangenen Montag offiziell: "Wir prüfen derzeit unsere Optionen hinsichtlich einer möglichen Berufung nach der Roten Karte für Jarell Quansah gestern Abend in Mexiko-Stadt." Diese Bemühungen blieben jedoch ohne den gewünschten Erfolg. Die Fifa blieb bei ihrer Linie und stufte das Einsteigen sogar als so schwerwiegend ein, dass eine Sperre von zwei Partien ausgesprochen wurde.

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Vorgeschichte sorgt für Aufsehen

Quansah hatte beim knappen 3:2-Sieg der Engländer im Achtelfinale gegen Mexiko nach einem harten Foul an Jesús Gallardo die Rote Karte gesehen. Er hatte seinen Gegenspieler mit offener Sohle am Bein getroffen, woraufhin der Unparteiische nach einem VAR-Check den Platzverweis aussprach. Der Versuch der Engländer auf eine mildere Strafe hatte auch einen konkreten Hintergrund aus dem Turnierverlauf. Zuvor war die Rot-Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun aufgehoben worden, nachdem sich US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat direkt bei Fifa-Präsident Gianni Infantino für den Angreifer eingesetzt hatte. Im Fall des englischen Verteidigers blieb ein solcher Erlass aber aus, weshalb die Sperre nun endgültig bestehen bleibt.