Machtkampf

UEFA und CONCACAF fordern Milliarden von FIFA-Präsident Gianni Infantino

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Offener Machtkampf im Weltfußball: UEFA und CONCACAF fordern von der FIFA nach der erfolgreichen WM eine Sonderzahlung von zehn Millionen US-Dollar für jeden Mitgliedsverband.
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Die europäische Fußball-Union UEFA und der nordamerikanische Dachverband CONCACAF verschärfen den Machtkampf gegen den Weltverband FIFA und dessen umstrittenen Präsidenten Gianni Infantino deutlich. In einem gemeinsamen Schreiben forderten die beiden einflussreichen Kontinentalverbände die FIFA auf, nach der finanziell extrem erfolgreichen Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zusätzliche 10 Millionen US-Dollar (ca. 8,71 Millionen Euro) an jeden der insgesamt 211 Mitgliedsverbände auszuzahlen. Dies würde die FIFA mit einer Gesamtsumme von rund 2,1 Milliarden Dollar belasten.

UEFA und CONCACAF fordern Ausschüttung der FIFA-Reserven

Als Hauptargument für die gigantische Nachforderung nennen UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und CONCACAF-Chef Victor Montagliani die enormen Finanzreserven des Weltverbandes. Die FIFA verfügt nach dem Turnier in Nordamerika über ein Polster von rund sechs Milliarden Dollar. Das geforderte Extrageld soll nach den Vorstellungen der Initiatoren im Zeitraum von 2027 bis 2030 gezielt in den Ausbau der weltweiten Infrastruktur und die nachhaltige Fußballentwicklung fließen.

Heftige Kritik an Infantino vor der FIFA-Präsidentenwahl 2027

Der Vorstoß gilt als nächster gezielter Wirkungstreffer gegen Gianni Infantino, der sich derzeit in der schwersten Krise seiner Amtszeit befindet. Besonders seine gescheiterten Pläne zur Einbindung privater Investoren bei zukünftigen WM-Einnahmen hatten für Entrüstung gesorgt. Zwar zieht Infantino bei der Wahl am 18. März 2027 eine vierte Amtszeit an, hat jedoch innerhalb der 211 stimmberechtigten Verbände längst keine gesicherte Mehrheit mehr. Die Allianz aus UEFA und CONCACAF vereint alleine 90 Stimmen.