In Nordrhein-Westfalen, dem mit 18 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, wird Ende April ein neuer Landtag gewählt. Eine exklusive Insa-Umfrage für die deutsche Bild zeigt nun deutliche Verschiebungen in der Wählergunst. Die regierende CDU unter Ministerpräsident Hendrik Wüst (51) fällt auf 26 Prozent. Das bedeutet ein Minus von acht Prozentpunkten im Vergleich zur Erhebung vor einem halben Jahr. Damit wackelt die Mehrheit für das schwarz-grüne Bündnis.
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Einbußen bei der Regierungspartei
Die Grünen verzeichnen ein leichtes Plus von einem Prozentpunkt und erreichen 16 Prozent. Für eine gemeinsame Mehrheit mit der CDU reicht dieser Wert jedoch nicht mehr aus. Die SPD bleibt stabil bei 18 Prozent und stellt somit den einzigen möglichen dritten Partner für eine Koalition dar. Eine Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen käme zusammen auf 60 Prozent. Deutliche Gewinne verbucht die AfD, die um vier Prozentpunkte auf 21 Prozent zulegt. Die Linke steigt um einen Prozentpunkt auf 10 Prozent. Eine Zusammenarbeit mit AfD und Linker schließt die CDU aus. Die FDP verfehlt mit 4 Prozent den Einzug in den Landtag.
Mögliche Bündnisse im Landtag
Während die CDU auf Bundesebene bei 18 Prozent liegt, steht die Landespartei in Nordrhein-Westfalen im Vergleich dazu noch besser da.
Einfluss der Bundesspitze
Für Hendrik Wüst birgt die aktuelle Dynamik Risiken mit Blick auf eine eventuelle spätere Nachfolge von Bundeskanzler Friedrich Merz, da ein starkes Abschneiden bei der eigenen Landtagswahl als Voraussetzung gilt. Entsprechend aufmerksam verfolgen Führungskräfte in Düsseldorf und Berlin sowie CSU-Chef Markus Söder (59) die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen.