Ab 2027
Zeitänderung: Neue Regel für alle Uhren
Ab dem 20. Mai 2027 soll die koordinierte Weltzeit UTC ohne zusätzliche Sekunden auskommen.
Hinter der Entscheidung steckt ein Problem, das vor allem Computer, Satellitensysteme und internationale Kommunikationsnetze betrifft: Die Erde dreht sich nicht vollkommen gleichmäßig. Ihre Rotationsgeschwindigkeit schwankt geringfügig, weshalb die astronomische Zeit von der hochpräzisen Zeitmessung durch Atomuhren abweichen kann.
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Keine Schaltsekunde mehr
Um diese Unterschiede auszugleichen, wurden seit 1972 insgesamt 27 Schaltsekunden eingefügt. Die letzte gab es zum Jahreswechsel 2016/2017. Damals zeigte die Weltzeit für einen Augenblick die ungewöhnliche Sekundenangabe 23:59:60.
Für moderne Computersysteme sind solche Eingriffe allerdings problematisch. Zusätzliche Sekunden können Softwarefehler verursachen und die Synchronisierung internationaler Netzwerke erschweren.
Die neue Regel soll deshalb für einen gleichmäßigeren Zeitablauf sorgen. Hintergrund ist auch die zuletzt beobachtete Beschleunigung der Erdrotation, die theoretisch sogar eine negative Schaltsekunde erforderlich machen könnte.
Für den Alltag ändert sich zunächst nichts: Weder müssen Uhren umgestellt werden, noch verschieben sich Arbeitszeiten oder Tagesabläufe.
Die eigentliche Neuerung betrifft die technische Grundlage der weltweiten Zeitmessung. Atomuhren sollen künftig ohne die bisher üblichen kurzfristigen Korrekturen weiterlaufen.
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