Am Donnerstag droht auf Wiens Straßen wegen einer Großdemonstration ein gewaltiges Verkehrschaos. Unter dem Motto "Alarmstufe Rot – #UnisRetten!" gehen Tausende Studierende, Lehrende und Universitätsbeschäftigte gegen geplante Einsparungen im Bildungsbereich auf die Straße. Laut Veranstalter werden rund 20.000 Teilnehmer erwartet. Der ÖAMTC warnt vor massiven Staus und stundenlangen Verzögerungen. Wer kann, sollte die Innenstadt mit dem Auto unbedingt meiden, da der Protestzug teilweise sogar gegen die übliche Fahrtrichtung verläuft. Die Kundgebung beginnt um 15 Uhr bei der Technischen Universität Wien im Resselpark, ehe sich der Demonstrationszug gegen 16 Uhr in Bewegung setzt.
Uni-Budget fix: Hochschulen warnen vor Jobabbau
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Verkehrschaos in Wien durch Marschroute
Die Route führt vom Karlsplatz über die Lothringerstraße und den Schwarzenbergplatz auf die Ringstraße. Anschließend ziehen die Demonstranten über den Franz-Josefs-Kai und erneut über den Ring bis zur Abschlusskundgebung zwischen Universität und Burgtheater. Bis etwa 20 Uhr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. Umfangreiche Staus und Sperren drohen auf dem gesamten Ring, der Zweierlinie sowie dem Franz-Josefs-Kai. Zudem sind die Spittelauer und Rossauer Lände, die Obere und Untere Donaustraße sowie der Bereich rund um den Praterstern betroffen. Weitere Hotspots sind die Praterstraße, der Rennweg, die Prinz-Eugen-Straße, der Schwarzenbergplatz, die Burggasse, die Lerchenfelder Straße, die Josefstädter Straße und die Währinger Straße.
Dringender ÖAMTC Appell zur U-Bahn
Ein Ausweichen über den Gürtel oder die Südosttangente (A23) verspricht keine Abhilfe, da laut ÖAMTC auch diese Strecken völlig überlastet sein dürften. Der Mobilitätsclub richtet daher den dringenden Appell an alle Verkehrsteilnehmer, das Auto stehen zu lassen und auf die U-Bahn umzusteigen.
Hintergrund der Proteste von Studierenden
Hintergrund der Demonstration ist das geplante Universitätsbudget der Bundesregierung für die Jahre 2028 bis 2030 in Höhe von rund 16 Milliarden Euro. Laut der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) wären jedoch mindestens 18 Milliarden Euro notwendig, um die gestiegenen Kosten abzufedern, womit zwei Milliarden Euro fehlen. Befürchtet werden weniger Lehrveranstaltungen, schlechtere Betreuung und Einschnitte beim Personal. Auch an der TU Wien wird gewarnt: "Eine Budgetkürzung um 10 Prozent ist keine ‘stabile‘ Finanzierung. Sie ist ein realer Abbau unserer Ressourcen und ein Angriff auf eure Studienbedingungen. Das nehmen wir nicht einfach hin." Mit der Kundgebung soll Druck ausgeübt werden, da die Bundesregierung noch bis zum 31. Oktober die Möglichkeit hat, beim Budget nachzubessern.