Bürgermeister sauer

Unterhosen-Rätsel um Tiroler Bergsee

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Am Tiroler Seebensee sorgten diesen Sommer verstreute Wäschestücke für Rätsel. Der Bürgermeister von Ehrwald entsorgte den Müll eigenhändig und kündigte für das kommende Jahr Kontrollen an.
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Der auf 1657 Metern Höhe gelegene Seebensee am Nordhang der Mieminger Berge im Norden Tirols besticht durch sein grünes Wasser und die Aussicht auf die Zugspitze. Das Gewässer gehört zur Gemeinde Ehrwald, die direkt am Fuß des höchsten Berges Deutschlands liegt. Bürgermeister Markus Köck, der den See seit seiner Kindheit kennt und dort regelmäßig unterwegs ist, machte bei seinen Spaziergängen diesen Sommer eine ungewöhnliche Entdeckung.

Ungewöhnliche Funde am türkisblauen Ufer

Er berichtete bei Merkur.de: "Rund um den See verstreut habe ich 16 Unterhosen gefunden, als ich oben war". Am Ufer lagen sowohl Damen- als auch Herrenmodelle in Farben wie Rot und Blau. Der Bürgermeister hat für diese Entdeckung eine klare Erklärung: "Normalerweise ist der See im Sommer 12 bis 14 Grad warm, doch dieses Jahr war er viel wärmer. Vermutlich waren das Wanderer oder Radfahrer, die sich spontan zu einem Bad in der Unterhose entschlossen und dann ihre nasse Wäsche auszogen."

Kein Verständnis für die Badegäste

Er vermutet, dass die Textilien in der Sonne trocknen sollten, was jedoch nicht schnell genug ging, weshalb die Heimreise ohne Wäsche angetreten werden musste. Verständnis zeigt das Gemeindeoberhaupt für das Verhalten nicht, packte die Stücke in eine Mülltüte und entsorgte sie im Tal. Er stellt klar: "Das ist ein Bergsee und kein Badesee, es gibt im Tal genügend Bademöglichkeiten, wie den Blindsee oder den Heiterwanger See."

Strenge Kontrollen für kommendes Jahr

Selbst im 250 Meter höher gelegenen Drachensee wurden in diesem Sommer Badende gesichtet. Markus Köck kündigte an: "Nächstes Jahr wird kontrolliert." Insgesamt zeigte sich der Bürgermeister mit dem allgemeinen Abfallaufkommen jedoch halbwegs zufrieden und merkte an: "Für das, was heuer los war, geht es noch." Funde wie Jausendosen, Trinkflaschen, Sonnenbrillen oder Kappen seien Verlusten geschuldet, zudem leere die Gemeinde die aufgestellten Mülleimer regelmäßig.