Kein Stau mehr

Urlauber jubeln: Neues Maut-System auf Italien-Autobahnen

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Die Anreise an die beliebten italienischen Urlaubsorte soll künftig deutlich schneller klappen. Ein neues Mautsystem ermöglicht Autofahrern auf ersten Strecken die Durchfahrt ohne Schranken-Stopps.
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Die Fahrt in den Urlaub an der Adria wird für viele Reisende aus Österreich oft zur Geduldsprobe, wenn sich vor den Mautstationen in Italien lange Autoschlangen bilden. Dank eines neuen Systems soll sich das bald ändern.

Das System heißt "free flow" und wurde auf einzelnen Autobahnabschnitten im Norden Italiens bereits aktiviert. Laut der italienischen Tageszeitung "Corriere della sera" sind diese Schnellspur-Portale bereits auf 200 der insgesamt 6000 italienischen Mautstraßen-Kilometer in Betrieb. Konkret betrifft dies die A33 (die Autostrada delle Langhe zwischen Asti und Cuneo), die A36 (Pedemontana Lombarda), die A59 (die Tangente von Como), die A60 (die Tangente von Varese) und die Umfahrung Ospitaletto-Montichiari.

Ausbau auf wichtigen Reiserouten

Wann "free flow" auch an der stark befahrenen A23 von Tarvis bis Udine mit der stauanfälligen Mautstelle in Pontebba und der A4 aktiviert wird, ist derzeit noch offen. An der A4 liegen die Ausfahrten in Richtung Slowenien, Triest sowie zu den beliebten Badeorten von Grado über Lignano bis Caorle, Bibione und Jesolo. Am Ausbau der Technik wird jedoch bereits gearbeitet.

So funktioniert die automatische Erfassung

Auf der "free flow"-Spur kann man einfach durchfahren – ähnlich wie bei Telepass, nur ohne dass man über das entsprechende System verfügen muss. Eine Kamera registriert das Autokennzeichen automatisch. Danach muss die Maut binnen 15 Tagen entweder über eine App oder über die Online-Plattformen der Autobahnbetreiber bezahlt werden.

Konsequenzen bei fehlender Bezahlung

Wer die Maut nicht rechtzeitig begleicht, erhält per Post eine Mahnung inklusive Bearbeitungsspesen. Wer auch diese ignoriert, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von 87 bis 344 Euro rechnen. Die gewohnten Spuren für die Bezahlung mit Bargeld oder Bankomatkarte bleiben aber weiterhin bestehen.

Vorbild in anderen europäischen Ländern

Italien ist nicht das erste Land in Europa, das den freien Fluss als Modell anbietet. In Spanien, Frankreich und Portugal ist dieses System bereits seit Längerer Zeit im Einsatz.