Naturjuwel

Urlaubermassen zerstören berühmten Wanderweg

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Ein beliebter Wanderweg am Monte Canin in der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien muss wegen schwerer Schäden durch Massentourismus saniert werden. Der betroffene Abschnitt ist daher ab Mitte September wochentags für Besucher gesperrt.
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Die malerische Bergregion rund um den Monte Canin gehört zu den absoluten Highlights für Wanderer in Norditalien. In den vergangenen Jahren verzeichnete das Gebiet einen regelrechten Ansturm an Besuchern, der nun sichtbare Spuren hinterlässt. Wie der Naturpark Prealpi Giulie in einer offiziellen Mitteilung bekanntgab, ist der stark frequentierte Wegabschnitt zwischen dem Rifugio Gilberti und der Sella Bila Pec massiv in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Weg ist durch den jahrelangen Massenandrang an mehreren Stellen eingebrochen, weshalb nun dringende Sanierungsarbeiten durchgeführt werden müssen.

Die wichtigsten Details zur Sperre im Überblick:

  • Betroffener Abschnitt: CAI-Weg Nr. 632 zwischen Rifugio Gilberti und Sella Bila Pec (Monte Canin)
  • Zeitraum der Sanierung: Vom 14. September bis zum 2. Oktober
  • Sperrzeiten: Jeweils von Montag bis Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr
  • Wochenenden & Randzeiten: Außerhalb der Arbeitszeiten (vor 9:00 Uhr, nach 15:00 Uhr) und an Samstagen sowie Sonntagen frei begehbar
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Illegale Abkürzungen verschlimmern die Situation

Ein Hauptgrund für die rasche Verschlechterung des Wegzustandes ist das Verhalten zahlreicher Ausflügler. Viele Touristen nutzen die Seilbahn von Sella Nevea, um bequem in die Höhe zu gelangen, weichen dann jedoch vom offiziell markierten Pfad ab. Sie legen selbstständig wilde Abkürzungen an, was die Bodenerosion massiv beschleunigt. Giulio Goi, der Verantwortliche des Naturparks, erklärte dazu: "In den letzten Jahren haben wir eine gewisse Verschlechterung des Weges festgestellt, sowie eine Reihe von 'Abkürzungen', die gegenüber dem ursprünglichen Weg entstanden sind und die Erosion verstärkt haben."

Gefahr für seltenes Naturjuwel und seltene Pflanzen

Besonders problematisch ist, dass es sich bei dem gesperrten Abschnitt nicht um einen gewöhnlichen Wanderweg handelt, sondern um einen alpinen botanischen Lehrpfad. Hier wachsen seltene Alpenpflanzen, die durch die rücksichtslosen Tritte der Urlauber stark bedroht sind. Laut Parkchef Goi führt die Zerstörung des Bodens bereits zu einer messbaren Verringerung des Wachstums und der Verbreitung bestimmter Pflanzenarten in diesem sensiblen Ökosystem.

Falsche Ausrüstung als großes Problem

Ein weiterer Kritikpunkt der Parkverwaltung betrifft die unzureichende Ausrüstung vieler Wanderer. Viele Menschen, die mit der Seilbahn anreisen, sind dem alpinen Gelände nicht gewachsen. Goi betont in diesem Zusammenhang: "Viele Menschen, die mit der Seilbahn von Sella Nevea heraufkommen, haben nicht immer eine ideale Einstellung – ihr Ansatz ist oft der von Turnschuhen mit glatter Sohle, was immer zu vermeiden ist, aber bei großen Menschenmassen lässt sich das nicht auf null reduzieren." Die Behörden appellieren daher eindringlich an alle Besucher, nur mit festem Schuhwerk zu wandern und die markierten Wege niemals zu verlassen.

Ausblick für Bergtouristen

Wanderer sollten die Einschränkungen bei der herbstlichen Tourenplanung unbedingt berücksichtigen. Nur durch das Einhalten der Regeln und respektvolles Verhalten gegenüber der Bergnatur kann eine vollständige, dauerhafte Sperrung dieses einzigartigen Pfades auch in Zukunft verhindert werden.