Wegen Handelskrieg
US-Bürger hamstern Toilettenpapier
USA/Kanada. In den Vereinigten Staaten herrscht große Sorge um ein ganz wichtiges Alltagsprodukt: Toilettenpapier. Nach Berichten mehrerer US-Medien haben in vielen Regionen bereits Hamsterkäufe begonnen, was an Szenen aus Österreich während der Corona-Pandemie erinnert.
Der Auslöser in den USA ist jedoch ein ganz anderer, denn ab dem 8. September sollen auf zahlreiche Waren Strafzölle von bis zu 50 Prozent fällig werden. Nachdem Gespräche zwischen Washington und Ottawa am vergangenen Wochenende gescheitert waren, kündigte Kanadas Premierminister Mark Carney an, "Dollar für Dollar" zurückzuschlagen.
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Zölle treffen die Papierbranche
Dieser Gegenschlag trifft die Papierbranche besonders hart, da Kanada hohe Aufschläge auf Toilettenpapier sowie wichtige Vorprodukte für Taschentücher und Hygienepapier plant. Die USA sind hier extrem abhängig: Laut Weltbank-Daten importierten sie allein 2024 Toilettenpapier im Wert von rund 328 Millionen Dollar aus Kanada. Kein anderes Land liefert mehr, wovon auch Handelsriesen wie Costco stark abhängig sind, wie "Bild" berichtet.
Händler rechnen mit Aufschlägen
Viele Verbraucher füllen jetzt laut US-Medien ihre Vorratskammern, nachdem in sozialen Netzwerken Warnungen vor teureren Preisen die Runde gemacht hatten. Die große Angst ist, dass die neuen Zölle zu deutlichen Preisanstiegen führen.
Seit Jahren will der US-Präsident Kanada an die Vereinigten Staaten anschließen und den nördlichen Nachbarn zum "51. Bundesstaat" machen.