150 Liter Wasser
Vb-Wetterlage: Jetzt droht Rekord-Regen
Für den Zeitraum von 23. bis 25. August zeigen Wettermodelle derzeit die mögliche Entwicklung einer sogenannten Vb-ähnlichen Wetterlage. Noch ist das Szenario keineswegs sicher – einzelne Modellberechnungen lassen aber bereits große Regenmengen erkennen.
Besonders brisant: Ein Modell berechnet regional mehr als 150 Liter Regen pro Quadratmeter. Sollte sich eine solche Wetterlage tatsächlich entwickeln, wären in betroffenen Gebieten lokale Überflutungen, rasch ansteigende Bäche und Flüsse sowie Muren und Hangrutschungen möglich.
Was steckt hinter einer Vb-Wetterlage?
Bei einer klassischen Vb-Lage zieht ein Tiefdruckgebiet vom Mittelmeerraum über Norditalien oder die Adria weiter nach Norden beziehungsweise Nordosten. Dabei kann es große Mengen feuchter Mittelmeerluft in Richtung Alpen transportieren. Trifft diese feuchte Luft auf die Gebirge, wird sie zum Aufsteigen gezwungen – und es kann über längere Zeit kräftig regnen.
Für Österreich wäre vor allem die genaue Zugbahn des Tiefs entscheidend. Bereits geringe Veränderungen können darüber entscheiden, ob nur mäßiger Regen fällt oder sich eine länger andauernde Starkregenlage entwickelt.
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Diese Regionen sind betroffen
Sollte sich das Szenario bestätigen, sind vor allem die Nordstaulagen der Alpen betroffen. Zusätzlich könnten eingelagerte Gewitter für kurzfristig extremen Starkregen sorgen.
In Österreich betrifft das vor allem Gebiete entlang der nördlichen Alpen:
- Vorarlberg – Bregenzerwald, Arlberg
- Tirol – besonders Außerfern und die nördlichen Kalkalpen
- Salzburg – Pinzgau, Pongau und Salzkammergut
- Oberösterreich – Salzkammergut und Pyhrn-Priel S
- Steiermark – vor allem die nördlichen Gebirgsregionen
- Niederösterreich – Teile der Ybbstaler und Türnitzer Alpen
Bei länger anhaltendem Regen könnten Bäche und kleinere Flüsse rasch anschwellen. In den steilen alpinen Regionen würde gleichzeitig die Gefahr von Muren, Hangrutschungen und lokalen Überflutungen steigen. Auch ein deutlicher Anstieg des Inns wäre bei einer länger andauernden Niederschlagsphase nicht auszuschließen.
Noch ist nichts entschieden
Von einer bevorstehenden Katastrophe zu sprechen, wäre derzeit allerdings viel zu früh. Die Wettermodelle sind sich noch nicht einig, und die Prognose für die kommende Woche kann sich noch deutlich verändern. Entscheidend wird sein, ob sich das Tief tatsächlich bildet, welchen Weg es einschlägt und wie lange es über dem Alpenraum beziehungsweise in dessen Nähe aktiv bleibt.
Eine Vb-Lage bedeutet daher keineswegs automatisch Hochwasser oder schwere Schäden. Sollte sich das derzeit gerechnete Szenario jedoch weiter bestätigen und das Tief eine für Österreich ungünstige Zugbahn nehmen, könnte vor allem in den Alpen Starkregen zum großen Wetterthema der kommenden Woche werden.
Noch handelt es sich also um ein mögliches Szenario. Die kommenden Modellläufe werden zeigen, ob aus der derzeitigen Wetterberechnung tatsächlich eine markante Regenlage für Österreich entsteht.