Wichtiger Lostag

Alte Bauernregel: "Wie der Sankt Bernhard ist, ..."

Ein Mann steht auf einem Maisfeld und blickt lächelnd in den bewölkten Himmel.
© Getty Images
Das Wetter am 20. August soll den ganzen September vorhersagen.
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"Wie der Sankt Bernhard ist, man auch den September misst." – so lautet eine alte Bauernregel zum 20. September. Nach dieser überlieferten Wetterweisheit soll das Wetter rund um den Bernhardstag einen Hinweis darauf geben, wie sich der restliche September entwickelt.

Für Österreich ist der Spruch heuer besonders interessant, denn der September zeigt sich traditionell als Übergangsmonat zwischen Sommer und Herbst. Sonnenschein und milde Temperaturen können sich mit ersten kühlen Tagen, Regen und Gewittern abwechseln. Die Bauernregel wollte aus dem Wetter eines bestimmten Tages eine Art Trend für den weiteren Monatsverlauf ableiten.

So wird das Wetter heute in Österreich

Auch der Blick auf das heutige Wetter macht den alten Spruch spannend. Am 20. September präsentiert sich Österreich vielerorts noch spätsommerlich, gleichzeitig nimmt die Unbeständigkeit zu. Je nach Region können Wolken, Schauer und Gewitter auftreten, während sich dazwischen immer wieder die Sonne zeigt. Die Temperaturen können dabei noch einmal vergleichsweise mild ausfallen.

Gerade in den Alpen sind im Tagesverlauf einzelne Schauer möglich. Im Osten und Südosten kann sich die Sonne dagegen länger halten. Damit zeigt sich der September von seiner typischen Übergangsseite: Noch ist der Sommer nicht ganz verschwunden, doch der Herbst macht sich zunehmend bemerkbar.

Ob der heilige Bernhard damit tatsächlich einen Vorgeschmack auf den weiteren September liefert? Meteorologisch hat die Bauernregel keine belastbare Grundlage. Wetterlagen lassen sich nicht aus dem Wetter eines einzelnen Tages für mehrere Wochen ableiten. Dennoch sind solche Sprüche ein faszinierendes Stück bäuerlicher Wetterkunde und zeigen, wie sehr die Menschen früher auf ihre Beobachtungen und Erfahrungen angewiesen waren.

In Österreich haben diese traditionellen Wetterregeln bis heute ihren festen Platz – nicht zuletzt, weil sie jedes Jahr aufs Neue zum Vergleich mit dem tatsächlichen Wetter einladen.

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