Überraschend

Verlieren Sie gerade mehr Haare als sonst? DAS steckt dahinter

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Haben Sie in letzter Zeit das Gefühl, mehr Haare als gewöhnlich zu verlieren? Beim Blick in die Haarbürste oder beim Haarewaschen entdecken Sie plötzlich auffällig viele Haare. Dahinter steckt ein überraschender Grund.
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Auf einmal sind überall Haare: in der Bürste, im Waschbecken und im Duschabfluss. Viele Menschen haben gerade das Gefühl, dass ihre Mähne plötzlich deutlich dünner wird. Doch woran liegt das? Ist vielleicht das Alter schuld oder steckt sogar eine Erkrankung dahinter? Keine Panik. Der Grund für den vermeintlich massiven Haarausfall ist überraschend und könnte mit der aktuellen Jahreszeit zusammenhängen.

Warum wir im Herbst an Haarausfall leiden

Saisonaler Haarausfall im Herbst ist ein weit verbreitetes Phänomen, treibt vielen Menschen die Sorgenfalten auf die Stirn und ist dabei in den allermeisten Fällen völlig harmlos. Eine Schweizer Langzeitstudie des Universitätsspitals Zürich mit über 800 Frauen hat bewiesen: Unser Haarwachstum folgt den Jahreszeiten.

Haarausfall im Herbst © Getty Images

Im Sommer hält unser Körper instinktiv mehr Haare in der sogenannten Wachstumsphase fest, um unsere empfindliche Kopfhaut vor der  schädlichen UV-Strahlung der Sonne zu schützen. Geht der Sommer zu Ende, haben diese Extra-Haare ihren Dienst getan. Überdurchschnittlich viele Haarfollikel treten nun gleichzeitig in die Ruhephase (Telogenphase) über. Da diese Phase etwa zwei bis drei Monate andauert, fallen die Haare meist zwischen September und November aus. Wissenschaftler bezeichnen diesen Vorgang als einen harmlosen Überrest unseres evolutionären Fellwechsels.

Wann ist es normal und ab wann wird es kritisch?

Jeder Mensch verliert täglich ohnehin zwischen 50 und 100 Haare. Das ist ein völlig natürlicher Erneuerungsprozess. Im Herbst kann diese Zahl jedoch für wenige Wochen spürbar ansteigen, auf bis zu 200 Haare pro Tag.

Die gute Nachricht: Der saisonale Haarausfall lichtet das Haar nur diffus und gleichmäßig. Es entstehen keine plötzlichen kahlen Stellen. Die ausgefallenen Haare wachsen von ganz allein wieder nach. Dauert der Haarverlust jedoch länger als ein halbes Jahr an oder bilden sich regelrechte Kahlstellen, sollten Sie einen Arzt oder eine Dermatologin aufsuchen. Dann könnten andere Faktoren wie Eisenmangel, Schilddrüsenprobleme oder hormonelle Störungen dahinterstecken.

SOS-Tipps: So unterstützen Sie Ihr Haar im Herbst

Haarausfall im Herbst © Getty Images

Auch wenn Sie den natürlichen Zyklus der Natur nicht einfach aufhalten können, lässt sich die Gesundheit der Haare jetzt von innen und außen stärken:

  • Nährstoffspeicher füllen: Zink, Eisen, Biotin und Vitamin D sind jetzt essenziell. Auch Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Nüssen oder Leinsamen helfen dabei, die Kopfhaut geschmeidig zu halten und Entzündungen vorzubeugen.
  • Durchblutung anregen: Eine sanfte Kopfhautmassage unter der Dusche baut nicht nur Stress ab, sondern regt auch die Durchblutung an, sodass Nährstoffe besser zu den Haarwurzeln transportiert werden.
  • Sanfte Pflege: Nach einem Sommer voller Sonne, Chlor und Salzwasser ist das Haar ohnehin strapaziert. Verzichten Sie auf extreme Hitze durch Föhnen oder Glätteisen. Verwenden Sie milde Shampoos und schonende Bürsten.
  • Stress runterfahren: Ein dauerhaft hoher Cortisolspiegel greift die Haarfollikel an. Gönnen Sie sich Pausen, ausreichend Schlaf und mehr Gelassenheit.

Ihr Haar macht gerade nur einen kleinen Herbstputz und wächst längst schon wieder neu heran.