"Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit erzählen über die Gründe, die mich dazu motiviert haben, die Nationalmannschaft zu verlassen, für die ich mich immer aufgeopfert habe", schrieb Ronaldo am Abend auf seinem Instagram-Kanal. "Jetzt ist es an der Zeit Portugal und allen meinen Mitspielern viel Glück zu wünschen, ohne Ausnahme."
Angaben dazu, ob die Abreise gleichbedeutend mit einem Rücktritt aus der Nationalmannschaft ist, machte Ronaldo zunächst keine. Kurz vor der Abreise des Angreifers hatte Trainer Jorge Jesus auf einer Pressekonferenz angekündigt, dass Ronaldo in der Nations League gegen Dänemark am Donnerstag nicht in der Startelf stehen werde. Schon gegen Norwegen saß der 41-Jährige auf der Bank und wurde gar nicht eingewechselt.
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"Fühlt sich verrraten"
Der spanische Journalisten Edu Aguirre hat nun enthüllt, warum Ronaldo explodiert ist. Demnach soll sich der Superstar von Nationaltrainer Jorge Jesus persönlich enttäuscht und sogar verraten fühlen.
Aguirre schilderte im TV-Format "El Chiringuito" eine angebliche Version aus Ronaldos Umfeld. Demnach habe es nach dem jüngsten Vorfall ein Gespräch zwischen Ronaldo, dem portugiesischen Verbandspräsidenten und Jorge Jesus gegeben. Der Trainer soll sich dabei für seinen Umgang mit dem 41-Jährigen entschuldigt haben.
Jesus habe Ronaldo demnach erklärt, er bedauere, ihn rund 30 Minuten aufwärmen zu lassen, ohne ihn anschließend einzuwechseln. Zugleich soll der Coach versprochen haben, seinen Fehler auch öffentlich anzusprechen und sich in der Pressekonferenz dafür zu entschuldigen.
Genau das soll anschließend jedoch nicht passiert sein. Stattdessen habe Jesus Ronaldo in der Pressekonferenz als Spieler wie jeden anderen dargestellt. Für den portugiesischen Superstar sei dies ein klarer Bruch der zuvor getroffenen Vereinbarung gewesen.
Aguirre fasste Ronaldos Sichtweise so zusammen: "Die Realität ist, dass Cristiano sich von Jorge Jesus verraten fühlt." Der Journalist schilderte zudem, Ronaldo habe den Eindruck gewonnen, dass der Trainer ihm zunächst im persönlichen Gespräch etwas anderes zugesichert habe, anschließend aber öffentlich seine Autorität demonstrieren wollte.
Der Konflikt soll Ronaldo demnach besonders getroffen haben, weil er sich nicht nur sportlich, sondern auch persönlich enttäuscht gesehen habe. Aguirre zufolge habe der Portugiese deshalb sinngemäß entschieden: "Okay, ich gehe nach Hause."