Kickbox-Kracher

Vienna Fight Night: 18-Jähriger fordert "K.o Koeks" heraus

© Dimos Kampfsportcenter
Das Dimos Kampfsportcenter aus Floridsdorf schickt am 25. Oktober drei Athleten zur Vienna Fight Night in der Lugner City. Besonders brisant ist das Duell eines 18-jährigen Talents mit dem zehn Jahre älteren "K.o Koeks".
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Er ist gerade einmal 18 Jahre alt und stellt sich einem zehn Jahre älteren Profi aus den Niederlanden. Am 25. Oktober steigt Amirdzhon Makhmudzhonov bei der Vienna Fight Night im Atrium der Lugner City in den Ring. Sein Gegner ist Ulrich Koeks, in der Kampfsportszene besser als "K.o Koeks" bekannt. Der junge Wiener trainiert im Dimos Kampfsportcenter in Floridsdorf und hat bisher 14 seiner 18 Kämpfe gewonnen.

Koeks bringt deutlich mehr Lebenserfahrung mit. Der 28-Jährige trainiert im Brutal Gym in Den Haag, hat als Profi vier Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto und ist bereits zweimal bei der niederländischen Kampfsportorganisation Enfusion angetreten. Mit 1,70 Metern ist der Niederländer fünf Zentimeter kleiner als Makhmudzhonov.

18-jähriges Kickbox-Talent fordert Profi heraus

Trotz des Altersunterschieds traut Veranstalter Marcus Bauer dem jungen Wiener einiges zu. Vor allem dessen technische Fähigkeiten hätten ihn überzeugt. "Amirdzhon ist ein echter Kämpfer. Mit achtzehn steigt er gegen einen Niederländer aus einer weltbekannten Schule in den Ring. Genau so kommt man weiter, und genau so kommt man hinauf", erklärt Bauer. Gekämpft wird nach K-1-Regeln in der Gewichtsklasse bis 66,5 Kilogramm. Drei Runden zu jeweils drei Minuten stehen auf dem Programm.

Drei Kämpfer aus Floridsdorfer Gym dabei

Das Wettkampfteam in der Jedlersdorfer Straße. © Dimos Kampfsportcenter

Makhmudzhonov ist nicht der einzige Kämpfer aus dem Dimos Kampfsportcenter, der an diesem Abend antritt. Auch Marcel Hajek (31) und Pero Čelebić (23) wollen in der Lugner City überzeugen. Hajek hat seit seinem Profidebüt 2017 insgesamt 21 Kämpfe bestritten und elf davon gewonnen. Sein Gegner ist Petar Ciovartanovici vom Kings Muay Thai in Döbling, der bei 20 Kämpfen auf 15 Siege kommt. Čelebić hat heuer bereits den österreichischen Staatsmeistertitel der WAKO geholt und beim European Cup den dritten Platz erreicht. Mit einer Bilanz von 15 Siegen und sieben Niederlagen trifft er auf Rasul Said. Beide Duelle werden nach K-1-Regeln bis 70 Kilogramm ausgetragen und von der ISKA Austria sanktioniert.

Kampfsportschule auch im Nationalteam vertreten

Hinter den drei Kämpfern steht eine Kampfsportschule in der Jedlersdorfer Straße 94, die seit der Corona-Pandemie von Manuel Sembera geleitet wird. Das Angebot reicht vom Boxen über Kickboxen bis zum Thaiboxen. Neben Hobby- und Breitensportkursen gibt es auch Kindertraining ab fünf Jahren sowie eine eigene Wettkampfmannschaft.

Wie erfolgreich die Floridsdorfer Schule ist, zeigt ein Blick auf das österreichische Nationalteam. Mit Matthias Sembera, Marcel Hajek und Rafaela Zweimüller stellt das Dimos gleich drei Mitglieder des K-1-Kaders des Österreichischen Bundesfachverbandes für Kick- und Thaiboxen (ÖBFK). Zu den erfahrensten Athleten zählt Matthias Sembera, der Bruder des Schulleiters. Er steht nach Angaben des Gyms beinahe jedes Monat im Ring und hat bereits 2017 beim Bregenzer World Cup zweimal Gold geholt.

Internationale Starts kosten viel Geld

Der sportliche Erfolg bringt allerdings auch finanzielle Belastungen mit sich. Wie Manuel Sembera kritisiert, müssten österreichische Kampfsportschulen einen Großteil der Kosten für internationale Wettkämpfe und die Trainerausbildung selbst tragen. Anders als in manchen anderen Ländern gebe es für Kaderathleten hierzulande kaum Unterstützung und keinen Trainingskostenzuschuss. Finanziert werden die Wettkampfaktivitäten deshalb weitgehend über Mitgliedsbeiträge sowie die Einnahmen aus Hobby- und Kinderkursen. Schon bald wartet die nächste internationale Herausforderung. Von 6. bis 15. November finden in Skopje die Europameisterschaften der Erwachsenen der WAKO statt.

Zunächst richtet sich der Blick aber auf die Lugner City. Am 25. Oktober steht Makhmudzhonovs Duell mit Koeks als fünfter Kampf des Abends auf dem Programm. Hajek folgt im siebenten, Čelebić im neunten Kampf. Alle drei Begegnungen gehen über maximal drei Runden zu je drei Minuten. Einlass ist um 16 Uhr, der erste Kampf beginnt um 17 Uhr. Tickets sind unter viennafightnight.at erhältlich.