Bungee-Tragödie
Vier fatale Fehler führten zum Tod von Maria (21)
Der Tod der jungen Brasilianerin erschüttert weltweit. Ein Video zeigt den Moment auf der sogenannten "Skelettbrücke" nahe Limeira, als die Studentin in die Tiefe gestoßen wurde, obwohl das Sicherungsseil gar nicht an ihrem Gurt fixiert war.
Maria stürzte rund 40 Meter ungebremst zu Boden und erlag später ihren schweren Verletzungen. Laut Berichten der "Daily Mail" handelte es sich nicht um ein einzelnes Versehen, sondern um eine ganze Kette von fatalen Versäumnissen. Die Verantwortlichen sprachen in ihren Vernehmungen von einem "mentalen Blackout" während der Vorbereitung.
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Keine Kontrolle der Ausrüstung
Der zweite schwere Fehler betrifft die absolute Missachtung von Sicherheitsstandards. Bei professionellen Anbietern gilt beim Extremsport das Vier-Augen-Prinzip, bei dem ein zweiter Mitarbeiter die Ausrüstung nochmals kontrolliert. Dieser Schritt fehlte komplett. Marco Antonio Junior vom brasilianischen Rope-Jump-Verband kritisierte scharf: "Die Mindeststandards wurden nicht eingehalten."
Protokolle komplett ignoriert
Zudem gab es vor dem Sprung keinen technischen Sicherheitscheck, bei dem die Seillänge exakt berechnet wird. "Sie haben nichts gemacht. Gar nichts. Die Wahrheit ist, sie hatten überhaupt kein Protokoll", erklärte Verbandspräsident Junior. Als vierter Fehler wird die riskante Flugzeug-Methode genannt, bei der drei Männer Maria in der "Airplane"-Position zur Kante trugen, anstatt sie selbstständig gehen zu lassen. Experten betonen, dass sie dabei schon längst am Seil hätte hängen müssen.
Illegale Sprünge ohne Lizenz
Besonders brisant ist, dass die Veranstalter über keine offizielle Lizenz für Extremsport-Angebote verfügten. Es handelte sich um eine Gruppe von Freunden, die kostenpflichtige Sprünge anbot. Für den Verbandspräsidenten ist der Fall deshalb kein Unfall, sondern grobe Fahrlässigkeit.
Der Vorfall ereignete sich am Samstag, 13. Juni. Derzeit beschäftigt auch eine verschwundene GoPro-Kamera die Polizei, die Maria für den Sprung bekommen hatte und von der seither jede Spur fehlt. Aufgrund des Dramas überlegt die Stadt nun die Sprengung der Ruine.