Ex-Rapidler mittendrin

Völlig neue Regel: Paraguay-Star sieht historisches Rot

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Beim WM-Spiel zwischen Paraguay und der Türkei wurde eine neue Regel erstmals angewendet.
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Paraguays Offensivspieler Miguel Almirón sah kurz vor der Halbzeitpause die Rote Karte – nicht wegen eines Fouls oder einer Tätlichkeit, sondern weil er sich beim Sprechen die Hand vor den Mund gehalten hatte.

Die Szene ereignete sich nach 44 Minuten. Nach einem Zweikampf blieb Paraguays Stürmer Isidro Pitta verletzt am Boden liegen. Während der Schiedsrichter die Situation unter Kontrolle bringen wollte, entwickelte sich eine Rudelbildung. Mittendrin: Almirón und der türkische Verteidiger Mert Müldür.

Müldür machte den Unparteiischen Ivan Barton darauf aufmerksam, dass Almirón sich während eines Wortwechsels die Hand vor den Mund gehalten hatte. Die türkischen Spieler forderten daraufhin vehement eine Überprüfung durch den Video-Assistenten. Barton erhielt tatsächlich einen Hinweis aus dem VAR-Raum und wurde zum Monitor geschickt.

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Die Fernsehbilder zeigten schließlich, dass Almirón bei seinem Gespräch mit Müldür die Hand vor den Mund gehalten hatte. Nach mehreren Minuten Beratung entschied sich Barton für die härteste mögliche Strafe. Über das Stadionmikrofon erklärte der Schiedsrichter, dass Paraguays Nummer 10 gegen die neue Regel verstoßen habe, die das bewusste Verdecken des Mundes während bestimmter verbaler Interaktionen auf dem Spielfeld untersagt. Anschließend zeigte er Almirón die Rote Karte.

Hintergrund der neuen Bestimmung ist ein Vorfall im europäischen Spitzenfußball. Nachdem Benfica-Profi Gianluca Prestianni laut UEFA Real-Madrid-Star Vinícius Júnior mit verdecktem Mund rassistisch und homophob beleidigt haben soll, verschärften die Regelhüter die Vorgaben. Das Verdecken des Mundes soll verhindern, dass diskriminierende oder beleidigende Äußerungen verborgen bleiben und später nicht nachvollzogen werden können.