Kein Verfahren
Völlig verwahrloste Hunde aus Horrorhaus gerettet
Sbg. Drei Hunde sind kürzlich bei einem größeren Polizeieinsatz aus einem stark verwahrlosten Haus nahe Salzburg geholt worden. Laut dem Tierschutzhof Pfotenhilfe befanden sich die Tiere in schlechtem Zustand. Unter ihnen war ein erst vier Wochen altes Hundebaby namens Stöpsel. Das Verfahren wegen Tierquälerei wurde bereits eingestellt.
Blind, verängstigt und stark verfilzt
Besonders dramatisch war der Zustand der Hündin Linda: Sie ist aufgrund eines genetischen Defekts blind. Trotzdem sei mit ihr gezüchtet worden. Auch Stöpsel weist laut Pfotenhilfe eine Beeinträchtigung an einem Auge auf.
Die dritte Hündin Fanni musste unter einer Betonplatte hervorgeholt werden, unter der sie sich aus Angst versteckt hatte. Die Tiere werden nun medizinisch versorgt und sollen wieder Vertrauen zu Menschen fassen.
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Tierschützer fordern Konsequenzen
Die Staatsanwaltschaft Salzburg stellte das von der Pfotenhilfe angestoßene Verfahren wegen Tierquälerei nach deren Angaben ein.
Johanna Stadler, Geschäftsführerin des Tierschutzhofs Pfotenhilfe ist angesichts ihres aktuellen Falls schwer enttäuscht: "Wir haben - unterstützt durch einen massiven Polizeieinsatz - nahe der Stadt Salzburg drei Hunde in schlechtem Zustand aus einem katastrophalen Messie-Haus gerettet. Stöpsel, ein Baby mit nur vier Wochen, von deren Existenz die Behörde nicht einmal wusste, seine Mutter Linda und eine weitere Hündin, die wir Fanni genannt haben."
Zum Welttierschutztag am 4. Oktober warnt die Pfotenhilfe vor aus ihrer Sicht zu spätem Einschreiten bei Tierquälerei.
Der Verein fordert zudem eine Verschärfung des Strafrahmens von derzeit 2 Jahren auf 5 Jahre. Der Tierschutzhof versorgt nach eigenen Angaben mehr als 600 Tiere und sieht sich angesichts steigender Fälle an seinen Kapazitätsgrenzen. Die Organisation fordert deshalb mehr Unterstützung von Bund, Ländern und Gemeinden.