Vertragsverlängerung

Vor Vuelta-Traum: Pogacars harte Verhandlungen

© APA/AFP/OSCAR DEL POZO
Ein Sieg bei der am Samstag beginnenden Rundfahrt Vuelta a Espana fehlt Tadej Pogacar noch. Durchaus möglich, dass der 27-jährige UAE-Profi davor noch einen Megavertrag unterschreibt.
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26 Tage nach seinem historischen fünften Triumph bei der Tour de France beendet Rad-Superstar Tadej Pogacar den Sommerurlaub. Vor der eigenen Haustür wird die Vuelta a Espana im Fürstentum Monaco gestartet und so versucht sich der slowenische Ausnahmesportler zum zweiten Mal bei dieser letzten Grand Tour des Jahres.

Denn am Freitag will das Pogacar-Lager mit Rennstall-Präsident Matar Suhail Al Yabhouni Al Dhaheri aus den Emiraten und Teamchef Mauro Gianetti im Fürstentum einen neuen Vertrag fixieren.

"Tadej ist zufrieden, aber es gibt einige Punkte zu besprechen - und dabei geht es nicht ums Geld. Wir werden über das Jahr 2031 sprechen. Wir wollen bestimmte Klauseln erörtern. Unsere Absicht ist es, den Vertrag zu verlängern", sagte Berater Alex Carera dem Radsport-Journalisten Daniel Benson.

In den Spuren von Eddy Merckx

Der Kontrakt von Pogacar läuft aktuell bis 2030, in der Vergangenheit hatte der Ausnahmekönner auch schon einmal über ein Karriereende nach den Olympischen Spielen 2028 nachgedacht. Um welche Klauseln es bei den Gesprächen genau geht, ist nicht bekannt.

Von Bildrechten, Prämien, den Rennplänen seiner Teamkollegen oder der Nutzung eines Privatjets ist die Rede. Über Geld wird aber ganz sicher auch gesprochen. Als Pogacar kurz vor der Tour 2024 seinen Kontrakt verlängerte, soll sein Gehalt auf schätzungsweise acht Millionen Euro angehoben worden sein.

Eine Summe, die seinem Leistungsvermögen kaum noch gerecht wird. Denn seitdem hat Pogacar den Radsport dominiert wie vor ihm wohl nur Eddy Merckx. Drei Tour-Siege, zwei Weltmeistertitel und etliche Klassikersiege sind seitdem hinzugekommen. Wenn Pogacar an die Startlinie rollt, geht es für die Konkurrenz meist nur um den zweiten Platz.

Österreicher Gall will Traum vermiesen

So wird es bei der Spanien-Rundfahrt kaum anders sein, alles andere als das Rote Trikot des Gesamtersten wäre am Ende eine Sensation. Auf den 3.275 Kilometern von Monaco nach Granada gehören sein Landsmann und vierfacher Vuelta-Sieger Primoz Roglic (Red Bull) und Österreichs Giro-Zweiter Felix Gall zu den größten Rivalen.

Roglic hat allerdings seine beste Zeit hinter sich und kommt zudem nach einem Unfall nicht topvorbereitet ins Fürstentum. "Sie viermal zu gewinnen, ist schon etwas, das ich mir nie hätte vorstellen können. Deshalb möchte ich mir keinen zusätzlichen Druck machen", sagt Roglic wohl wissend, dass es ein fünftes Mal in diesem Jahr kaum geben wird.

Pogacar war bisher einmal als 19-Jähriger bei der Vuelta 2019 am Start und wurde nach drei Etappensiegen schon Gesamtdritter. Gewinnt er sieben Jahre später, wäre er erst der neunte Radprofi mit Siegen bei allen drei Grand Tours. Radsport-Legende Eddy Merckx geht aber noch weiter. Der Belgier traut ihm sogar alle drei Siege in einem Jahr zu. "Wenn es jemand schaffen kann, dann er", so Merckx.