Kahlschlag

VW: Bis zu 100.000 Jobs und vier Werke weg

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Volkswagen-CEO Blume will offenbar noch mehr Stellen abbauen als bisher bekannt. Es geht um 100.000 Jobs und den Wegfall der Werke in Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm.
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Es ist eine verheerende Nachricht für die VW-Mitarbeiter, die am Freitag die Runde macht. Der  geheime VW-Einsparungsplan sieht laut "Manager Magazin" schwere Einsparungen vor. So sollen in den nächsten Jahren im Konzern weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 660.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Sparpläne

Schon zuvor sprach CEO Oliver Blume über nötige Einsparungen, aber noch nie war von diesem Ausmaß die Rede. Die Kürzungen würden einen "brutalen Kahlschlag" bedeuten, heißt es von einem VW-Gewerkschafter. Der Kahlschlag entspräche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels, das in seiner Radikalität schon beispiellos gewesen sei. Wie genau sich die Zahl zusammensetze, sei noch nicht klar.

Werkschließungen möglich

(FILES) Aerial view taken on October 28, 2024 shows the plant of German car maker Volkswagen (VW) in Zwickau, eastern Germany. According to a media report on June 26, 2026, the car manufacturer Volkswagen plans to cut up to 100,000 jobs. Four plants in Germany are to be closed, the 'Manager Magazin' reported, citing insiders. In addition, VW CEO Oliver Blume is reportedly planning to spin off the core Volkswagen brand into a new company. According to the report, the job cuts are planned worldwide. (Photo by AFP) © APA/AFP/STR

VW-Chef Oliver Blume habe seine Pläne für das Sanierungskonzept dem Vorstand vorgestellt. Ein zweiter Insider sagte dem Magazin, in dem zentralen Papier stehe bewusst keine eindeutige Zahl.

Ein VW-Sprecher erklärte dazu, sein Unternehmen kommentiere interne, vertrauliche Unterlagen nicht. Die zu Grunde liegenden Sachverhalte würden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess solle nicht vorgegriffen werden. "Richtig ist, dass die gesamte Automobilindustrie und die Volkswagen Group eine tiefgreifende Transformation durchlaufen", ergänzte er. Der gesamte VW-Konzern einschließlich der Marken und Gesellschaften müsse sich tiefgreifend verändern. Der Konzernvorstand habe dazu in den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet. "Es geht darum, das Unternehmen insgesamt effizienter und schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen." Der Aufsichtsrat soll am 9. Juli über das Thema beraten.

Land Niedersachsen involviert

Offen ist, wie die Pläne des Vorstands dort insbesondere bei den Arbeitnehmervertretern sowie beim Land Niedersachsen ankommen. Dem Bericht zufolge könnten mittelfristig vier Werke geschlossen werden. Dabei gehe es um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk Neckarsulm. Mit dem Auslauf der dort aktuell gefertigten Modelle würde die Produktion dem Plan zufolge gestoppt werden, hieß es.

Zudem solle der Wolfsburger Autobauer völlig neu sortiert werden, heißt es in dem Bericht weiter. So sollten sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch die Komponententochter aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden. In der Logik könnten auch einzelne abgespaltene Marken einfacher am Kapitalmarkt platziert werden.