Himmelsereignis 2026
So sehen Sie die Mondfinsternis am besten
Astronomie-Fans dürfen sich im Spätsommer 2026 auf eine wahre "Finsternis-Saison" freuen. Wer das beeindruckende Naturschauspiel am Firmament miterleben möchte, muss allerdings den Wecker stellen und auf klaren Himmel hoffen. Am frühen Morgen des 28. August wandert der Mond durch den Kernschatten der Erde und wird dabei zu maximal 93 Prozent bedeckt. Da das Ereignis in den frühen Morgenstunden stattfindet, spielen der genaue Standort und die richtige Vorbereitung eine entscheidende Rolle für eine gelungene Beobachtung.
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Der genaue Zeitplan für das Himmelsspiel
Frühaufsteher können am Freitag eine partielle Mondfinsternis verfolgen. Das Himmelsschauspiel beginnt um 4.34 Uhr mit dem Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde. In Ostösterreich trübt dann die zunehmende Helligkeit die Beobachtung: Sonnenaufgang ist in Wien um 6.06 Uhr, Monduntergang eine Minute später - noch vor der maximalen Verfinsterung um 6.13 Uhr. In Westösterreich kann man länger zusehen: Dort geht die Sonne erst um 6.35 Uhr auf, der Mond um 6.41 Uhr unter.
Die wichtigsten Eckdaten zur Mondfinsternis im Überblick:
- Datum des Ereignisses: Freitag, der 28. August 2026.
- Beginn des Kernschattens: Um exakt 4:34 Uhr wandert der Mond sichtlich in den Erdschatten.
- Das Maximum: Um 6:13 Uhr ist der Mond zu rund 93 Prozent verdunkelt.
- Sichtbarkeit: Deutlich bessere Bedingungen im Westen, da der Mond dort später untergeht.
- Ausrüstung: Keine Schutzbrille nötig; ein einfaches Fernglas wird zur Kontrasterhöhung empfohlen.
Warum der Westen bei der Beobachtung im Vorteil ist
Wie gut die Mondfinsternis zu sehen ist, hängt ganz massiv vom geografischen Standort ab. Im Osten geht der Mond deutlich früher unter, weshalb das Maximum um 6:13 Uhr dort bereits unter dem Horizont liegt und somit unsichtbar bleibt. Wer weiter im Westen positioniert ist, hat dank des späteren Monduntergangs mehr Zeit, das Phänomen zu verfolgen. Aber selbst in den westlichen Regionen lässt sich die Finsternis nicht in ihrer vollen Länge beobachten, da der Mond den Kernschatten erst um 7:53 Uhr verlässt – zu einer Zeit, in der die Sonne längst aufgegangen ist.
Fernglas als wichtiges Hilfsmittel in der Dämmerung
Im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis ist für die Beobachtung einer Mondfinsternis kein spezieller Augenschutz erforderlich. Das Himmelsereignis kann völlig gefahrlos mit freiem Auge verfolgt werden. Dennoch raten Experten der Astronomievereinigung dringend dazu, ein Fernglas bereitzuhalten. Da der Himmel durch die einsetzende Morgendämmerung rasch heller wird, sinkt der Kontrast zur verfinsterten Mondscheibe. Ein Fernglas hilft in dieser Phase entscheidend dabei, die Details auf der Mondoberfläche trotz des hellen Hintergrunds scharf abzugrenzen.
Das seltene Phänomen des rötlichen Kupfermonds
Obwohl es sich streng genommen um eine partielle und nicht um eine totale Mondfinsternis handelt, ist der Bedeckungsgrad von 93 Prozent außergewöhnlich hoch. Dadurch könnte ein faszinierender optischer Effekt auftreten: der sogenannte "Kupfermond". Dabei wird das Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gebrochen und in den Schattenkegel gelenkt, was den verdunkelten Teil des Mondes in ein mystisches, rötliches Licht taucht. Um diesen spektakulären Anblick einzufangen, empfiehlt sich ein erhöhter Standort mit völlig freier Sicht nach Südwesten, da tief hängende Wolken, Bäume oder Gebäude den Blick nahe am Horizont leicht versperren können.