Wondermind
Wegen Betrug: Deshalb wird Selena Gomez verklagt
Selena Gomez muss sich mit einem Rechtsstreit rund um ihr Unternehmen Wondermind auseinandersetzen. Investor:innen haben am Donnerstag, 13. August, in den USA Klage gegen die Sängerin, ihre Mutter Mandy Teefey und die Unternehmerin Daniella Pierson eingereicht. Ihnen wird unter anderem Securities Fraud, also Wertpapierbetrug, vorgeworfen. Dabei geht es um Investitionen von insgesamt rund 1,2 Millionen US-Dollar. Die Kläger:innen behaupten, sie hätten ihr Geld investiert, weil ihnen ein deutlich positiveres Bild von Wondermind vermittelt worden sei, als es der tatsächlichen Situation entsprochen habe.
Was ist Wondermind?
Wondermind wurde 2021 von Selena Gomez, ihrer Mutter Mandy Teefey und Daniella Pierson gegründet. Das Unternehmen wollte sich dem Thema "mentale Fitness" widmen und Menschen dabei unterstützen, sich regelmäßig mit ihrer psychischen Gesundheit auseinanderzusetzen. Geplant waren unter anderem digitale Angebote und eine App mit Inhalten rund um mentale Gesundheit. Gomez sollte dabei nicht nur als prominentes Gesicht fungieren, sondern auch eine aktive Rolle im Unternehmen übernehmen. Doch laut den nun eingereichten Gerichtsunterlagen entwickelte sich das Unternehmen deutlich schlechter als zunächst dargestellt.
Investor:innen fühlen sich getäuscht
Die Kläger:innen werfen den Gründerinnen vor, bei der Suche nach Investor:innen unter anderem die Unternehmensstruktur, geplante Kooperationen und die tatsächliche Beteiligung von Selena Gomez übertrieben dargestellt zu haben. Besonders schwer wiegt der Vorwurf, Gomez' Rolle als Marketingchefin sei größer dargestellt worden, als sie tatsächlich war. Die Investor:innen hätten demnach damit gerechnet, dass Gomez ihre enorme Reichweite aktiv einsetzen würde, um Wondermind aufzubauen und bekannt zu machen. Auch von angeblichen Partnerschaften und geplanten Initiativen ist in der Klage die Rede. Laut den Kläger:innen seien einige dieser Projekte nie umgesetzt worden, darunter auch die angekündigte App.
Das Unternehmen soll bereits länger in Schwierigkeiten gewesen sein
Die Klage zeichnet außerdem das Bild eines Start-ups, das bereits über längere Zeit mit finanziellen und organisatorischen Problemen zu kämpfen hatte. 2025 wurde öffentlich bekannt, dass Wondermind unter anderem Mitarbeiter:innen entlassen hatte und mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert war. Medienberichte beschrieben das Unternehmen später als zunehmend angeschlagen. Die Investor:innen behaupten nun, sie seien über die tatsächliche Situation nicht ausreichend informiert worden. Besonders brisant: Die Kläger:innen geben an, erst durch Medienberichte im Jahr 2025 erfahren zu haben, wie schlecht es tatsächlich um Wondermind gestanden haben soll.
Auch Daniella Pierson wehrt sich
Die Vorwürfe richten sich nicht nur gegen Selena Gomez und ihre Mutter. Auch Mitgründerin Daniella Pierson wird verklagt. Eine Vertreterin Piersons weist die Anschuldigungen allerdings zurück. Sie habe sich nicht persönlich an Wondermind bereichert, sondern im Gegenteil eigenes Geld in das Unternehmen investiert. Außerdem sei sie bereit, Finanzunterlagen vorzulegen, die diese Darstellung belegen sollen. Pierson war bereits zuvor nicht mehr Teil des operativen Teams von Wondermind.
Selena Gomez hat sich bislang nicht geäußert
Weder Selena Gomez noch ihre Mutter Mandy Teefey haben sich bislang öffentlich zu den aktuellen Betrugsvorwürfen geäußert. Auch Wondermind hat bislang keine Stellungnahme veröffentlicht.
Wichtig ist: Bei der Klage handelt es sich um Vorwürfe der Investor:innen, nicht um einen festgestellten Betrug. Ob die Anschuldigungen tatsächlich zutreffen, muss das weitere Verfahren zeigen.