Direktorin Claudia Banz betont: "Das ist keine Ausstellung über Gewalt, keine über Waffen. Diese sind, bis auf wenige Ausnahmen, abwesend. Im Zentrum stehen ihre Wege, Wirkungen und Geschichten dahinter."
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Industriegewehre galten damals als Symbol westlicher Macht und Fortschritts, während man traditionelle Waffen sammelte, um "Zeugnisse einer vermeintlich primitiven Gesellschaft" zu präsentieren.
Beleuchtet diskriminierende Inszenierungen
Man sammelte im 19. Jahrhundert alles über andere Kulturen, "bis auf die Waffen, die man tatsächlich in kolonialen Kriegen verwendet hat", erklärt Kuratorin Hanin Hannouch. Die Ausstellung beleuchtet zudem, wie historische Fotografien Menschen inszenierten, vermaßen und Stereotype prägten, die unser Bild von fremden Ländern bis heute beeinflussen.
Problematische Spender
Neben Objekten zum spirituellen und physischen Schutz vor Waffen – von Amuletten bis zur frühen kugelsicheren Weste – deckt die Schau auch auf, dass einige Museumsspender zugleich Waffenhändler waren. Prominentestes Beispiel ist der französische Dichter Arthur Rimbaud, der ab 1885 Tausende Gewehre nach Äthiopien verkaufte. Hannouch sagt dazu treffend: "Vergessen wir Poesie und Kunst und Literatur! Er war schon ziemlich hart im Geschäft."