Deutschland
Weniger offene Stellen: Jobsuche wird schwieriger
Insgesamt gab es rund eine Million unbesetzte Jobs, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag mitteilte. Dies waren rund 129.800 oder 11 Prozent weniger als im Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahresquartal sank die Zahl um 35.000 oder rund drei Prozent.
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"Mit Ausnahme der Corona-Lockdowns 2020 lag die Arbeitskräftenachfrage seit 2016 nicht mehr auf diesem niedrigen Niveau", sagte der IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Bundesweit kamen auf 100 ausgeschriebene offene Stellen im Schnitt 291 Arbeitslose. Das sind 27 mehr als im Vorquartal und 14 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Stellen-Relation ist in Ostdeutschland mit 339 deutlich höher als in Westdeutschland mit 279. Je höher die Zahl, desto leichter finden Arbeitgeber Personal und desto schwerer ist die Jobsuche für Arbeitslose. Von den insgesamt rund einer Million offenen Stellen waren 820.400 in West- und 203.000 in Ostdeutschland zu besetzen.
Als Gründe für die schwache Nachfrage nach Personal nannte Kubis internationale Konflikte und strukturelle Probleme im Inland. "Die anhaltende Schwäche des Arbeitsmarktes spiegelt sich auch in einer gestiegenen Zahl an Bewerbungen wider", erklärte der Forscher. So habe sich die Zahl der Bewerbungen auf eine sozialversicherungspflichtige Stelle von 9 im Jahr 2022 auf durchschnittlich 16 im Jahr 2025 erhöht.