Des Rätsels Lösung

"Whalefall": Kann ein Mensch wirklich in einem Wal überleben?

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Der neue Survival-Thriller erzählt von einem Studenten, der von einem Pottwal verschluckt wird und in dessen Innerem ums Überleben kämpft. Geht das?
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Die Legende vom Menschen, der im Magen eines Wals (in manchen Überlieferungen auch eines großen Fischs) landet und auf wundersame Weise überlebt, geht schon auf biblische Berichte zu dem Propheten Jona zurück. Auch in "Pinocchio" taucht das Thema auf, als Geppetto im Inneren eines riesigen Fisches ausharrt.

"Whalefall " im Kino

Jetzt ist dieses Motiv wieder aufgetaucht und stellte Kinofans vor die Frage: Kann das wirklich sein? In dem neuen Survival-Thriller "Whalefall", der gerade angelaufen ist, landet der junge College-Student Jay (Austin Abrams) im Magen eines riesigen Pottwals und kämpft darin um sein Überleben.

Wie realistisch ist das Szenario?

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Wenn man sich nun die Frage stellt, wie realistisch es ist, dass man von einem Wal verschluckt wird und überlebt, tippen die meisten Leute auf "nein". Das Nachrichtenportal n-tv hat die Frage der Meeresbiologin Lisa Klemens vom Deutschen Meeresmuseum Stralsund gestellt und sehr realistische Antworten erhalten.

Dass ein Mensch von einem Pottwal verschluckt werden kann, ist nicht völlig aus der Luft gegriffen, so die Expertin. Das Szenario aus dem Film, in dem Jay sich im Tentakel eines Riesenkalmars verwickelt und vom Wal verschluckt wird, ist jedenfalls nicht völlig unrealistisch. Allerdings gibt Klemens zu bedenken, dass das Tier einen Menschen mit Tauchausrüstung sofort spüren und ausspucken würde, da es sich für einen Wal merkwürdig anfühlt.

Überlebenschancen im Walmagen

Die Frage, ob man im Magen eines solchen Wals überleben könnte, beantwortet die Meeresbiologin mit einem klaren "Nein". Genau genommen hat ein solches Tier vier Mägen, ähnlich wie wiederkäuende Kühe: "Rein optisch ist so ein Walmagen von innen zwar feucht, aber nicht so glitschig wie im Film. Eher wie raue Hornhaut, das sind tote keratinisierte Zellen. Dann hat der Vormagen eine sehr starke Muskulatur, die sich ständig bewegt, um die Nahrung zu verdauen. Sie wird wie in einer Waschmaschine hin und her geschleudert und geknetet - das überlebt nicht mal ein kleiner Fisch."

Ein Mensch würde sofort zerdrückt werden. Dazu kommen die Verdauungsenzyme, die "einen unglaublich guten Job machen". Da wieder lebend rauszukommen, ist unmöglich.

Achtung, Spoiler!

Nachdem es sich um eine Hollywood-Produktion handelt, ist recht klar, dass Jay es in "Whalefall" am Ende lebend aus dem Tier herausschafft. Um dem Ganzen ein bisschen mehr Dramatik zu verleihen, folgt er dabei der Stimme seines toten Vaters ...