Erste Bank Open

Wien muss zittern: Zverev kündigt Pause an

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Zwei Grand-Slam-Titel, die Nummer eins zum Jahresende fix. Doch jetzt streikt der Körper. Alexander Zverev stellt seinen Start in Wien infrage.
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Ausgerechnet eine Woche vor den Erste Bank Open droht Wien einer seiner größten Tennis-Stars abhandenzukommen. Alexander Zverev (29) hat nach seinem Halbfinal-Aus beim Masters in Shanghai genug. Der Deutsche kämpft mit Problemen am rechten Sprunggelenk, fühlt sich ausgelaugt und kündigt eine dringend benötigte Pause an.

Zverev: »Pause ist dringend notwendig«

Nach dem 7:5, 4:6, 3:6 gegen Alejandro Davidovich Fokina fand Zverev deutliche Worte. "Ich denke, eine Pause ist jetzt dringend notwendig", erklärte der 29-Jährige.

Kein Wunder bei diesem Pensum. Im Juni holte er bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel, im September triumphierte er auch bei den US Open. Seit seinem Sieg in New York gönnte sich der Deutsche nach eigenen Angaben gerade einmal einen freien Tag. "Ich bin kein Roboter, ich bin ein Mensch – ich werde eben müde", klagte Zverev nach der Niederlage.

Die Rechnung bekam er auf seiner Asien-Tour präsentiert. In Shanghai machte ihm wiederholt das rechte Sprunggelenk zu schaffen. Trotzdem kämpfte er sich bis ins Halbfinale, ehe Davidovich Fokina Endstation war. "Wir sind alle nur Menschen, selbst die besten Spieler der Welt", betonte der Deutsche.

Selbst ein Wien-Titel reicht nicht für Platz eins

Sportlich könnte sich Zverev eine Pause leisten. Zwar steht laut den aktuellen Berechnungen bereits fest, dass er das Jahr als Nummer eins der Weltrangliste abschließen wird. Doch der unmittelbare Sprung an die Spitze muss warten.

Seit seiner Halbfinal-Niederlage in Shanghai ist klar: Selbst wenn Zverev bei den Erste Bank Open in Wien antritt und den Titel holt, reicht es noch nicht für Platz eins.

Die nächste Gelegenheit bietet sich beim Masters in Paris. Dort hatte Jannik Sinner im Vorjahr gewonnen. Weil der Südtiroler seine Saison wegen anhaltender Knieprobleme bereits beendet hat, kann er diese Punkte nicht verteidigen.

Zverev wäre nach Boris Becker, der 1991 insgesamt zwölf Wochen an der Spitze stand, erst der zweite Deutsche als Nummer eins der Tenniswelt. Anders als Becker würde der 29-Jährige die Spitzenposition auch über den Jahreswechsel halten.

Wien wackelt – der Kalender ist voll

Für die Erste Bank Open wäre ein Ausfall des Deutschen ein herber Schlag. Zverev zählt zu den Zugpferden des Turniers in der Wiener Stadthalle (26. Oktober bis 1. November). Noch steht sein Name auf der Teilnehmerliste.

Und der Kalender lässt kaum Luft: Nach Wien folgen das Masters in Paris, die ATP Finals in Turin und das Davis-Cup-Finalturnier in Bologna. Drei große Aufgaben, die Zverev noch in diesem Jahr bestreiten will.