Preise explodieren

Wiener reißen sich um begehrte Kleingärten

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Der Traum vom eigenen Gartenparadies mitten in Wien wird für viele immer teurer. Neue Daten zeigen nun das enorme Ausmaß des Ansturms auf die begehrten Parzellen und wo die Preise explodieren.
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Das eigene Fleckchen Grün im Freien wird in Wien immer wertvoller. Viele Menschen flüchten aus den dicht verbauten Gebieten in die Kleingärten. Eine aktuelle Auswertung des Grundbuchexperten IMMOunited zeigt jetzt, wie heiß begehrt die kleinen Oasen am Immobilienmarkt tatsächlich sind. Seit dem Jahr 2016 wechseln jährlich rund 150 Kleingärten in Wien den Besitzer.

Quadratmeter-Preise steigen massiv an

Dieser Ansturm schlägt sich deutlich bei den Kosten nieder. Wer ein solches Grundstück erwerben möchte, muss mittlerweile tief in die Tasche greifen. Im Vergleich der Jahre 2016 bis 2020 mit dem Zeitraum von 2021 bis Ende 2025 sind die Quadratmeterpreise im Durchschnitt von 562 Euro auf stolze 896 Euro geklettert. Das entspricht einem satten Plus von rund 60 Prozent.

Dabei gibt es im Wiener Stadtgebiet allerdings erhebliche Unterschiede je nach Lage. Die höchsten Summen werden für Parzellen in Ottakring, Döbling und in der Donaustadt erzielt. Wer beim Kauf sparen möchte, weicht am besten nach Liesing, Floridsdorf oder in die Leopoldstadt aus, wo die Grundstücke deutlich günstiger zu haben sind. Für die nach Kaufvertragsdatum erstellte Statistik wurden Flächen mit maximal 1000 Quadratmetern untersucht.

Privatkäufe dominieren das Geschäft

Besonders auffällig ist der Wandel auf der Seite der Verkäufer. Machten die Verkäufe von privaten Eigentümern im Zeitraum bis 2020 noch 45 Prozent aus, so stieg dieser Anteil in den vergangenen fünf Jahren bereits auf 67 Prozent an. Gewerbliche sowie öffentliche Anbieter zogen sich folglich zurück, ihr Anteil sank von 55 auf 33 Prozent. Auf der Seite der Käufer ist das Bild seit Jahren stabil, denn mehr als 97 Prozent der neuen Besitzer sind Privatpersonen.

"Die Preisentwicklung unterstreicht, wie stark der Wunsch nach Grünraum und Rückzugsmöglichkeit in der Stadt bewertet wird", betont Roland Schmid, Eigentümer und CEO der IMMOunited GmbH.