Der extrem heiße und trockene Sommer hat auch dem Wiener Weinbau zugesetzt, zumindest was die Menge anbelangt. Die Erträge sind heuer deutlich geringer, wie am Dienstag bei der traditionellen Weinlese im kleinsten Weingarten der Stadt am Schwarzenbergplatz berichtet wurde. Die Qualität sei jedoch gut, hieß es. Es werde ein außerordentlich guter Jahrgang erwartet, wurde bei dem Medientermin betont - der ungewöhnlich früh im Jahr stattfand.
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Denn bisher wurde frühestens Ende September am Schwarzenbergplatz im Beisein von Fotografen und Kamerateams geerntet. Doch heuer wurden die Trauben in Wien deutlich früher reif. Thomas Podsednik vom Weingut Mayer am Pfarrplatz - das den kleinen Garten betreut - sprach von einem sehr herausfordernden Jahr. Die Hitze und die Trockenheit ließen auch die Mengen schrumpfen. "Wir haben 30 bis 40 Prozent weniger Wein im Keller."
Erste Verkostungen
Doch dieser sei von sehr guter Qualität, betonte der Präsident der Wiener Landwirtschaftskammer, Norbert Walter, der auch selbst Winzer ist. "Wir sind froh, dass das, was wir in den Keller bringen, klein, aber fein sein wird." Das hätten erste Verkostungen gezeigt. Walter betonte, dass man sich schon länger mit den Folgen des Klimawandels beschäftige und etwa Tröpfchenbewässerung einsetze.
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zeigte sich über die Prognosen erfreut. Es werde zwar weniger Wein geben, dieser werde dafür aber ganz besonders sein. Er verwies auf die Bedeutung der Wiener Stadtlandwirtschaft. Allein 400 Betriebe seien im Weinbau tätig, hob er hervor.
Aus dem Ertrag der rund 60 Rebstöcke im kleinen Garten am Schwarzenbergplatz werden rund 40 bis 60 Flaschen Wiener Gemischter Satz produziert. Sie werden für einen guten Zweck versteigert.