TRACHTEN-TRENDS
Wiener Wiesn beginnt: Diese Dirndl-Trends schauen wir uns vom Münchner-Oktoberfest ab
Die Looks der Münchner Wiesn zeigen: Tracht wird zunehmend individueller interpretiert. Klassische Regeln verlieren an Bedeutung, während Schnitt, Material und Farbe stärker in den Vordergrund rücken.
Wer sich für das nächste Oktoberfest inspirieren lassen möchte, muss deshalb nicht gleich die gesamte Tracht austauschen. Oft reicht bereits eine neue Farbkombination, eine andere Bluse – oder eben der bewusste Verzicht darauf.
1. Dirndl ohne Bluse: So modern kann Tracht aussehen
Der wohl auffälligste Dirndl-Trend der Saison kommt ganz ohne Bluse aus. Was früher als absolutes No-Go gegolten hätte, wirkt heute überraschend elegant und modern. Ohne Puffärmel, Spitze oder hochgeschlossene Bluse rückt die klare Silhouette des Dirndls in den Mittelpunkt – und das traditionelle Kleid bekommt beinahe den Look eines modernen Cocktailkleids.
Leni Klum präsentierte den Trend in einer hellen, besonders femininen Variante. Durch die zarte Farbgebung wirkt ihr Dirndl frisch, leicht und jugendlich. Das reduzierte Styling lässt den Look insgesamt weniger traditionell und deutlich modischer erscheinen.
Model Nadine Mirada zeigte die sinnlichere Interpretation des Trends: Sie setzte auf ein dunkles Dirndl aus braunem Samt. Der edle Stoff und die warme Farbe verleihen dem Look Tiefe und machen ihn perfekt für kühlere Wiesn-Abende. Obwohl beide Outfits völlig unterschiedlich wirken, haben sie eines gemeinsam: Ohne Bluse wird das Dirndl selbst zum Star.
Der Trend eignet sich besonders für Modelle mit einem breiteren Träger, einem stabilen Oberteil und einem Ausschnitt, der auch ohne zusätzliche Lage gut sitzt. Schmuck und Accessoires dürfen dabei ruhig zurückhaltend bleiben – der cleane Schnitt sorgt bereits für genügend Aufmerksamkeit.
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2. Rot wird zur absoluten Blickfang-Farbe
Neben klassischen Naturtönen und gedecktem Grün war auf der Münchner Wiesn vor allem eine Farbe nicht zu übersehen: Rot. Der kräftige Ton bringt sofort Energie in den Look und beweist, dass ein Dirndl alles andere als brav aussehen muss.
Birgit Schrowange und Stephanie Davies zeigten zwei völlig unterschiedliche Möglichkeiten, den Farbtrend zu tragen. Während die eine Variante klassischer und eleganter interpretiert wurde, wirkte die andere moderner und verspielter. Gerade dieser Kontrast zeigt, wie vielseitig rote Dirndl sein können.
Von tiefem Bordeaux über warmes Kirschrot bis hin zu leuchtendem Signalrot ist alles erlaubt. Wer es traditioneller mag, kombiniert dazu eine weiße Bluse und dezente Accessoires. Moderner wird der Look mit einer farblich abgestimmten Bluse, einer schlichten Schürze oder einem Ton-in-Ton-Styling.
Fest steht: Ein rotes Dirndl braucht nicht viel, um aufzufallen. Die Farbe übernimmt die Hauptrolle und macht selbst einen klassischen Schnitt zum Statement.
3. Blau ist die Trendfarbe der Modeprofis
Auch Blau gehörte zu den dominierenden Farben der diesjährigen Wiesn. Dabei zeigte sich die Trendfarbe in zwei besonders unterschiedlichen Facetten: einmal leuchtend und extravagant, einmal dunkel und elegant.
Modeprofi und Influencerin Caro Daur entschied sich für ein Dirndl in intensivem Blitzblau. Der kräftige Farbton verlieh dem traditionellen Look eine elegante Note und sorgte dafür, dass sie zwischen gedeckten Trachtenfarben sofort ins Auge fiel.
Larissa Marolt setzte dagegen auf ein tiefes Dunkelblau. Ihre Variante wirkte klassischer und besonders edel. Dunkelblau ist damit die perfekte Alternative zu Schwarz: Die Farbe schmeichelt beinahe jedem Typ, lässt sich vielseitig kombinieren und wirkt auch am Abend elegant.
Ob strahlendes Blitzblau oder tiefes Marineblau – Blau zählt zu den wichtigsten Dirndl-Farben der Saison. Und anders als so mancher kurzlebige Trend hat dieser Look das Potenzial, auch in den kommenden Jahren zu bleiben.