Rotes Kreuz alarmiert

Wiens Blutreserven reichen nur noch für eine Woche

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Die Blutlager des Roten Kreuzes sind vor dem Sommer deutlich leerer als erhofft – jetzt wird dringend um Spenden gebeten.

In den Blutspendezentren fehlen derzeit wichtige Reserven. Das Rote Kreuz schlägt nun Alarm, denn die Bestände liegen deutlich unter jenem Niveau, das für die Sommermonate notwendig wäre. Vor allem die vielen langen Wochenenden im Mai haben sich bemerkbar gemacht, Blutspender fehlen an allen Ecken und Enden.

Dabei wird Blut jeden Tag dringend gebraucht – nicht nur nach schweren Unfällen, sondern auch bei Operationen, Risikogeburten oder zur Behandlung von Krebs- und Dialysepatienten. Derzeit reichen die vorhandenen Konserven laut Rotem Kreuz lediglich für rund eine Woche. Gewünscht wäre jedoch ein Vorrat für zumindest zwei bis drei Wochen, um die Versorgung der Spitäler auch während der Urlaubszeit sicherzustellen.

Wien hat besonders wenige Spender

Die Zahlen zeigen, wie wichtig jede einzelne Spende ist: Österreichweit wird alle 90 Sekunden Blut benötigt, das sind knapp 1.000 Konserven pro Tag. Allein von der Blutspendezentrale in der Wiedner Hauptstraße werden 60 Krankenhäuser in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland versorgt – das größte davon ist das AKH. In Wien ist die Lage prekärer als anderswo: Während hier rund 1,5 Prozent der Berechtigten Blut spenden, sind es österreichweit 3,35 Prozent.

Um zusätzliche Spender zu gewinnen, bietet das Rote Kreuz bis zum Weltblutspendetag einen kostenlosen Gesundheitscheck an. Blut spenden können grundsätzlich alle gesunden Personen zwischen 18 und 70 Jahren, wobei jede Spende entscheidend sein kann, um Menschenleben zu retten.