Quarantäne-Zonen

Winzig, aber gefährlich! Bayern kämpft gegen Schädlingsplage

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Ein winziger Schädling sorgt am Bodensee für Aufregung: In Lindau wurde der Japankäfer nachgewiesen. Nun reagieren die Behörden mit strengen Schutzmaßnahmen für die betroffenen Gebiete.
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Freitag wird rund um die betroffenen Gemeindeteile in Lindau offiziell eine Quarantänezone ausgewiesen. Ein winziger Eindringling versetzt die Region am Bodensee in Alarmstimmung: In mehreren Gemeindeteilen von Lindau ist der Japankäfer nachgewiesen worden. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft will in Kürze reagieren und eine Quarantänezone rund um die betroffenen Gebiete ausweisen. Zuvor hatte der SWR über den Fund berichtet. Auch für Ostösterreich ist das Thema von Interesse, da grenznahe Schädlingsausbreitungen in den Nachbarländern aufmerksam verfolgt werden.

Gefahr für hunderte verschiedene Pflanzenarten

Der metallisch grün schimmernde Japankäfer ist etwa einen Zentimeter groß und stellt eine ernste Bedrohung für die Landwirtschaft dar. Er kann mehr als 400 verschiedene Pflanzenarten befallen – darunter Obstbäume, Mais, Gemüse und Zierpflanzen. Da der Käfer in Deutschland kaum natürliche Feinde hat, kann er sich rasant ausbreiten und erhebliche Schäden anrichten.

Fallen im Juli zur Kontrolle aufgestellt

Östlich von Lindau wurden in diesem Jahr mehrere Exemplare in speziellen Pheromonfallen entdeckt. Mitte Juli begann die Landesanstalt daraufhin mit zusätzlichen Fallen und Kontrollen vor Ort, um das genaue Ausmaß der Verbreitung zu ermitteln.

Strenge Vorschriften für Betriebe vor Ort

Ab Freitag soll die Quarantänezone rund um die betroffenen Gemeindeteile offiziell ausgewiesen werden. Innerhalb des Gebiets gelten dann besondere Vorschriften – insbesondere für landwirtschaftliche Betriebe. "Fahrzeuge und landwirtschaftliche Geräte müssen gründlich von anhaftender Erde befreit werden", erklärte eine Sprecherin der Landesanstalt.