Ibrahimovic-Kritik
WM-Betrug um Ronaldo – steckt die FIFA dahinter?
Das bittere 1:2 im Sechzehntelfinale gegen Portugal sorgt bei den Kroaten und Fußball-Fans weltweit für heftige Diskussionen. Im Mittelpunkt der Kritik steht der Videoassistent sowie das Schiedsrichterteam um Espen Eskas. Der Unparteiische hatte in der heißen Schlussphase der Partie der Ausgleichschance durch Josko Gvardiol die Anerkennung verweigert. Zuvor soll Igor Matanovic eine Flanke minimal mit den Haarspitzen berührt haben, was laut dem Schiedsrichterteam durch den integrierten Chip im Ball registriert wurde.
Ibrahimovic wittert Betrug um Ronaldo
Für den 41-jährigen Zlatan Ibrahimovic ist diese Entscheidung absolut nicht nachvollziehbar. In der Gazzetta dello Sport ließ der ehemalige Weltklassestürmer seiner Wut freien Lauf: "Das war ein fantastisches Spiel, das am Ende vom VAR ruiniert wurde. Ich habe beim 2:2 nichts Irreguläres gesehen. Der VAR hat es einkassiert, aber für mich war das Diebstahl." Der Schwede zieht sogar die Zuverlässigkeit der Technik in Zweifel und vermutet, dass der Chip im Ball vielleicht "nicht richtig funktioniert" habe. Seiner Ansicht nach war es vielmehr Portugals Verteidiger Renato Veiga, der den Ball zuletzt berührt hat. Die Argumentation der Unparteiischen weist er entschieden zurück: "Der Gegner berührt den Ball und Kroatiens Torschütze steht im Abseits? Absurd! Die Kroaten haben mit ganzem Herzen gekämpft und ihr Traum bei dieser WM wurde zerstört."
Vorwürfe gegen die Fifa
Der schwedische Ex-Nationalspieler vermutet hinter der Entscheidung sogar eine bewusste Bevorzugung Portugals, um den Superstar Cristiano Ronaldo im Turnier zu halten. "Damit ein Tor in der 90. Minute aberkannt wird, muss es eine glasklare Entscheidung sein. Und das war es hier überhaupt nicht. Das war keine Unparteilichkeit, das war klarer Diebstahl. Für mich ist sonnenklar, dass sie Portugal und Ronaldo im Achtelfinale gegen Spanien haben wollten", legt Ibrahimovic nach.
Großer Ärger im kroatischen Lager
Auch bei der kroatischen Mannschaft saß der Frust nach dem Schlusspfiff tief. Kapitän Luka Modrić äußerte sich nach dem Spiel sichtlich verärgert über den Einsatz des Videoassistenten, der seiner Meinung nach einseitig genutzt wurde: "Ich glaube, wäre es andersherum gewesen, der VAR wäre niemals eingeschritten." Trainer Zlatko Dalic sparte ebenfalls nicht mit Kritik an der Spielleitung und bezeichnete die Leistung des Schiedsrichters kurz und knapp als "sehr schlecht". Während für Kroatien die Weltmeisterschaft damit vorzeitig beendet ist, zieht Portugal in die nächste Runde ein und trifft im Achtelfinale auf Europameister Spanien.