Santa Barbara

WM-Hype in den USA: 3.000 Fans beim ÖFB-Training

Der WM-Wahnsinn hat die ÖFB-Auswahl erfasst! 3.000 begeisterte Fans stürmten das erste Training in Santa Barbara. Während ein Neuling für Lacher sorgte, gibt es arge Sorgen um Abwehrchef David Alaba.

Die rot-weiß-rote Fußball-Euphorie schwappt direkt über den großen Teich. Das erste Training der österreichischen Nationalmannschaft im Harder Stadium von Santa Barbara hat am Freitag für gewaltiges Interesse gesorgt. Rund 3.000 Schaulustige, darunter unzählige Kinder, beobachteten die ÖFB-Kicker bei wolkenverhangenem Himmel und angenehmen 20 Grad. Nach der rund 45-minütigen Einheit stellten sich Marko Arnautovic und Co. geduldig für Selfies und Autogramme an. Für echte Gänsehaut-Atmosphäre sorgte eine lokale Big Band, die das ÖFB-Lieblingslied "I am from Austria" schmetterte. Zum absoluten Kult-Highlight avancierte der neue Videoanalyst Michael Brownlow: Er musste zum Einstand singen und stimmte lautstark – wenn auch nicht ganz treffsicher – ebendiese Austropop-Hymne an.

Belastungssteuerung bei Abwehrchef David Alaba

Sportlich verlief die lockere erste Einheit auf dem perfekten Rasen der 17.000 Zuschauer fassenden Arena allerdings nicht ganz nach Wunsch. Mit Abwehrchef David Alaba, Mittelfeld-Motor Xaver Schlager und Flügelblitz Patrick Wimmer fehlte ein hochkarätiges Trio auf dem Grün. Vom ÖFB hieß es dazu offiziell, dass die Stars aus Gründen der Belastungssteuerung im angrenzenden Fitnesszelt blieben. Alaba war bereits am Montag beim 1:0-Testspielsieg gegen Tunesien wegen einer Muskelverhärtung zur Pause in der Kabine geblieben. Wimmer laboriert seit Wochen an einer Muskelverletzung, soll aber bald wieder voll einsteigen. Nach der langen Anreise mit einem elfstündigen Flug und einer anschließenden Busfahrt bezog das Team das Quartier in Goleta, wo die Spieler in ihren Zimmern mit den Dressen ihrer jeweiligen Jugendvereine überrascht wurden.

Zukunfts-Wirbel um Teamchef Ralf Rangnick

Inspektion per Golf-Cart: Teamchef Ralf Rangnick und Sportdirektor Peter Schöttel begutachten das Unigelände im Harder Stadium von Santa Barbara ganz genau. Während Rangnick die perfekten Bedingungen in Kalifornien analysiert, brodeln im Hintergrund die heißen Wechselgerüchte um ein Engagement des Teamchefs beim italienischen Topklub AC Milan.

Nach dem bitteren verletzungsbedingten WM-Aus von Christoph Baumgartner umfasst der rot-weiß-rote Kader aktuell 25 Kicker. Eine Nachnominierung bis zum heiß ersehnten WM-Auftaktspiel ist aber weiterhin möglich. Österreich trifft am Mittwoch, 17. Juni, um 06:00 Uhr früh mitteleuropäischer Zeit im ersten Gruppenspiel auf Jordanien (06:00 Uhr/live ORF 1 & Sport24-Liveticker). Abseits des Platzes brodelt unterdessen die Gerüchteküche um Teamchef Ralf Rangnick, der intensiv mit dem italienischen Topklub AC Milan in Verbindung gebracht wird. ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel blockte sämtliche Wechselspekulationen vor dem Turnierstart rigoros ab. Aktuell bringe es absolut nichts, darüber zu reden, so der Wiener, man sei einfach nur guter Dinge für die anstehende Weltmeisterschaft.