Gänsehaut
»Würde für euch sterben!« Arnautovics letzte Worte in der ÖFB-Kabine enthüllt
Österreichs WM-Traum ist geplatzt. Nach dem 0:3 gegen Spanien und dem Aus im Sechzehntelfinale sitzt die ÖFB-Auswahl niedergeschlagen in der Kabine. Die Enttäuschung ist riesig, die Worte fehlen. Doch für Marko Arnautovic bedeutet dieser Abend mehr als das Ende einer Weltmeisterschaft: Es ist sein letzter Auftritt im österreichischen Nationaltrikot.
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Von Baumi-Schock bis WM-Aus
Die finalen Folgen der zweiten Staffel von "Teamgeist – Unser Weg" begleiten das Team von Ralf Rangnick durch die entscheidende Phase des Turniers. Von den Vorbereitungen am ÖFB-Campus für Österreichs erste WM-Endrunde seit 28 Jahren über die Spiele gegen Jordanien, Argentinien, der Bist-Du-Deppat-Krimi gegen Algerien und Spanien bis hin zur Verletzung von Christoph Baumgartner zeigt die Doku die Höhen und Tiefen der rot-weiß-roten Reise. Doch der emotionalste Moment wartet bis zum Schluss: Arnautovics tränenreicher Abschied von seinen Teamkollegen.
Nach dem Ausscheiden gegen Spanien, den späteren Weltmeister, ergreift zunächst Rangnick das Wort. Er bedankt sich bei seinem Trainerteam und spricht an, dass für einige Spieler die Zeit im ÖFB-Trikot zu Ende geht. Dann hält es Arnautovic nicht mehr zurück. Er wendet sich an seine Mitspieler – und schon während seiner ersten Worte brechen bei ihm die Emotionen durch. Der Rekordspieler kämpft mit den Tränen, seine Stimme wird brüchig. Was folgt, ist eine Abschiedsrede, die unter die Haut geht.
»Werde euch für immer und ewig lieben«
„Also Leute, für mich ist das brutal schwer, brutal! Das letzte Mal mit euch. Ihr seids nicht nur meine Teamkammarden, ihr seid für mich Brüder. Ich würde für euch sterben, bei Gott. Ich wollte nicht, dass es so endet. Leider. Es haben alle geschrieben: Last Dance, Last Dance. Ich wollte es nicht glauben. Aber leider Gottes: Last Dance heute. Aber merkt euch eins: Ihr werdet immer euren großen Bruder mit euch haben. Egal, wohin ihr geht. Ich werde immer euer großer Bruder sein. Immer. Und ich weiß, dass ihr diesem Land noch sehr, sehr viel geben werdet. Noch sehr viel. Ich weiß, ihr seids unglaubliche Fußballer, aber noch viel bessere Menschen. Auch danke an den tollen Staff, Trainer, danke für sein Vertrauen. Danke an alle. Ich habe alles probiert und gegeben, was ich kann. Manchmal war es top, manchmal war es katastrophal. Das weiß ich auch. Aber das ist jetzt scheißegal. Ich will mich noch einmal bedanken. Ich liebe euch über alles und ich werde euch für immer lieben. Für immer und ewig.“
Während Arnautovic spricht, kann er seine Tränen schließlich nicht mehr zurückhalten. Aber auch bei seinen Mitspielern sitzt der Schmerz tief: Marcel Sabitzer verbirgt sein Gesicht hinter seiner Hand. Nach der Rede umarmt Arnautovic jeden Einzelnen. Besonders innig fällt die Umarmung mit seinem langjährigen Weggefährten David Alaba aus.
Letzter typischer Arnie: »Kana ist g'sturm«
Doch selbst nach diesem emotionalen Abschied wäre Arnautovic nicht Arnautovic, wenn er nicht noch einen letzten Spruch auf Lager hätte. Als die Umarmungen vorbei sind, versucht er, seine Mitspieler wieder aufzurichten: "Steht's auf jetzt. Kana ist g'sturm."
Ein letzter Spruch, typisch Arnie. Nach 137 Länderspielen und 49 Toren endet eine außergewöhnliche Nationalmannschaftskarriere. Die Doku zeigt einen Rekordspieler, der schon während seiner Abschiedsrede seine Fassung verliert – und einen großen Bruder, der seinen Platz im ÖFB-Team zwar räumt, seine Verbundenheit zu seinen Mitspielern aber für immer mitnimmt.