"Paris schaut zu"

Wut auf Spritpreise: Franzosen zünden Barrikaden an

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In Frankreich protestieren Fischer radikal gegen die steigenden Treibstoffpreise. Im südfranzösischen Frontignan zündeten sie vor einem Öldepot Barrikaden an und sperrten die Zufahrt.
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Frankreich. Riesige schwarze Rauchschwaden aus brennenden Reifenstapeln und Europaletten zogen über den Küstenort an der Mittelmeerküste. Etwa 100 Fischer versammelten sich am Mittwoch bereits den dritten Morgen in Folge, um gegen die schlechten Arbeitsbedingungen und die hohen Treibstoffkosten zu demonstrieren.

Polizisten während der Zusammenstöße mit französischen Fischern bei einer Blockade des Öllagers in Frontignan in Südfrankreich. © EPA
Französische Fischer bei der Blockade des Öllagers. © EPA

Blockade seit den Morgenstunden

Die Protestierenden blockierten ab 3 Uhr morgens die Zufahrt zum Öldepot der rund 24.000 Einwohner zählenden Hafenstadt. Später schoben die Männer Müll, alte Netze, Holzpaletten sowie Autoreifen zusammen und steckten diese in Brand.

Transparente gegen die EU

Auf ausgerollten Transparenten brachten die Fischer ihren Unmut zum Ausdruck. Darauf war auf Französisch unter anderem zu lesen: "Europa bringt uns um" oder "Die EU versenkt unsere Boote und Paris schaut zu".

Die Mittelmeerfischer in Frankreich haben im Süden des Landes einen unbefristeten Streik begonnen, um gegen die stark steigenden Preise für Schiffsdiesel und die durch den WestMed-Managementplan der Europäischen Union verhängten Einschränkungen zu protestieren, welche die zulässigen Fangtage reduzieren. © APA/AFP/GABRIEL BOUYS

Einsatz der örtlichen Polizei

Die Polizei musste vor Ort eingreifen. Die protestierenden Männer leisteten dabei keinen Widerstand, kündigten jedoch bereits weitere Blockaden an.

Polizisten während der Zusammenstöße mit französischen Fischern. © EPA

Fischereiministerin Catherine Chabaud plant den Angaben zufolge am Donnerstag ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Fischer.