Drama in OÖ
Zu Tode vergewaltigt: Steckte Netzwerk dahinter?
OÖ. Nach dem fürchterlichen Tod einer 39-Jährigen in Marchtrenk - sie soll nach der Vergewaltigung durch ihren Mann und einen Nachbarn verblutet sein, kommen immer weitere Details ans Licht.
Die Ermittler gingen nach der besagten Horror-Nacht Ende Juni anfänglich von einem tragischen Unfall im Zusammenhang mit sexuellen Handlungen aus.
Doch schon bald, nach Obduktion des Opfers, das bei der Tat fast vier Promille intus hatte, und der Auswertung von Chats der beiden Verdächtigen hatte sich das Bild völlig verändert: Die Behörden gehen mittlerweile von einem schweren Gewaltverbrechen aus – konkret von einer Vergewaltigung mit Todesfolge. Die beiden mutmaßlichen Täter wurden, wie bereits berichtet, festgenommen und sitzen derzeit in Untersuchungshaft.
Ermittlungsakte umfasst 1000 Seiten
Der Fall ist umfangreich: Der Akt umfasst inzwischen rund 1.000 Seiten. Die Unterlagen blieben bisher unter Verschluss, weil die Ermittler weitere Erhebungen nicht gefährden wollten. Besonders die ausgewerteten Nachrichten zwischen den beiden Beschuldigten sollen für die neue Einschätzung des Falls eine wichtige Rolle spielen.
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Netzwerk wird befürchtet
Noch ist die Aufarbeitung nicht abgeschlossen. Die Ermittler prüfen, ob hinter dem Fall ein größeres Netzwerk stehen könnte. Deshalb laufen die Untersuchungen weiter auf Hochtouren.
Erst weitere Ermittlungsergebnisse sollen zeigen, ob es tatsächlich Verbindungen zu weiteren Personen gibt und welche Rolle diese gespielt haben könnten. Und ob der Ehemann seine Frau schon vor der Todesnacht an andere Männer weiterverkauft hatte.
"Es gibt Verdachtsmomente, dass allenfalls weitere bisher unbekannte Täter weitere Tathandlungen allenfalls auch gegen Bezahlung begangen haben könnten." Ob sich diese Verdachtsmomente bestätigen lassen, sei "Gegenstand weiterer Ermittlungen", genauso wie deren zeitliche Eingrenzung, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten.