Betrieb eingestellt
Zu warm: Nächstes Gletscherskigebiet gibt auf
Die Betreibergesellschaft Sifas (Società Impianti Funiviari allo Stelvio) setzte den Skibetrieb bis auf weiteres aus. Die Bergbahnen blieben hingegen in Betrieb. Nach Angaben der Betreiber hatten die hohen Temperaturen der vergangenen Tage die Bedingungen auf dem Gletscher deutlich verschlechtert.
Auch in großen Höhen mache sich die anhaltende Hitze bemerkbar. Die Schneedecke kühle während der Nacht kaum noch ausreichend ab und gefriere nicht mehr genügend. Zusätzliche Gewitter hätten den Zustand des Gletschers weiter beeinträchtigt. Unter den derzeitigen Bedingungen könnten die für den Sommerskilauf erforderlichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards nicht mehr gewährleistet werden, erklärte Sifas. Deshalb sei die Entscheidung getroffen worden, den Skibetrieb auszusetzen.
Betreiber wollen Verhältnisse beobachten
Der Gletscher blieb für Besucher dennoch erreichbar. Die Seilbahnen fuhren weiterhin und ermöglichten den Zugang zum Gletschergebiet. Die Betreiber wollten die Wetter- und Schneeverhältnisse nun weiter beobachten. Sollte die Temperatur sinken und sich der Zustand des Gletschers verbessern, könnte der Skibetrieb wieder aufgenommen werden. Über eine mögliche Wiedereröffnung soll zeitnah informiert werden.
Das Stilfser Joch ist ein 2.757 Meter hoher Alpenpass, der das Vinschgau in Südtirol mit dem Veltlin in der Lombardei verbindet. Bekannt ist der Pass vor allem für seine kurvenreiche Passstraße mit 48 Kehren sowie als legendärer Anstieg des Giro d'Italia. In unmittelbarer Nähe liegt der Ortler, mit 3.905 Metern der höchste Berg Südtirols. Am Stilfser Joch befindet sich zudem ein Gletscherskigebiet, in dem traditionell auch im Sommer Ski gefahren wird.