Waldbrand

Föhrenwald: Munitionsteile wieder Brandauslöser

Feuerwehr löscht einen Waldbrand im Föhrenwald mit einem Wasserschlauch.
© Monatsrevue
Der Großbrand im Föhrenwald von St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) hat exakt dieselbe Ursache wie schon die Woche zuvor: Phosphor in Munitionsresten einer Ende des Zweiten Weltkriegs gesprengten Fabrik.
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Was seit Jahrzehnten im Boden schlummert, entzündet sich nun bereits zum zweiten Mal binnen kürzester Zeit – und die Feuerwehr ist noch immer im Dauereinsatz. Stand Montag Mittag.

Kräfte am Limit

Um die zehn Mitglieder von drei Feuerwehren durchkämmen weiterhin das Gebiet nach Glutnestern, unterstützt von einer Drohnengruppe. "Wir hoffen auf mehr Regen", heißt es von der Feuerwehr – ein Satz, der angesichts der anhaltenden Dürre fast wie Hohn klingt. Wann endlich "Brand aus" gegeben werden kann, weiß niemand.

Anrainer sollen fernbleiben

Als wäre die Lage nicht ohnehin angespannt genug, muss die Gemeinde nun auch noch vor Schaulustigen warnen: Umstürzende und beschädigte Bäume machen den Brandbereich lebensgefährlich. "Wir ersuchen Sie daher, derzeit von Besichtigungsfahrten in den Brandbereich Abstand zu nehmen und die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit nicht zu behindern", so die unmissverständliche Ansage der Behörden.

Zweiter Großeinsatz binnen einer Woche

Erst vergangenen Freitag standen mehr als 830 Feuerwehrmitglieder und elf Hubschrauber im Dauereinsatz, weil sich die Flammen bedrohlich nahe an Wohnhäuser in Neusiedl am Steinfeld heranfraßen. Rund 250 Menschen mussten evakuiert werden, konnten aber noch am selben Abend zurückkehren. 64 Hektar Wald fielen den Flammen zum Opfer – nur eine Woche, nachdem bereits 100 Hektar desselben Föhrenwaldes aus demselben Grund gebrannt hatten. Zwei Großbrände, eine Ursache, keine Konsequenzen in Sicht.

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